Diätblogs, Abnehmblogs, Zwischenbilanz

Im allgemeinen bloggt jeder auf Teufel-komm-raus, aber nur die wenigsten haben wirklich etwas zu erzählen

- so ähnlich war es kürzlich zu lesen, und Euch sträuben sich hoffentlich schon die Haare, bei so einem unqualifizierten Spruch: Könnte man all die angefangenen realen Tagebücher zählen, bei denen nur die erste Seite einen Eintrag hat, käme man auch auf ganz viel “Nichtszusagenhat”.
Nun, es ist zwar einerseits schade um das ungeschriebene Buch – andererseits kann man ja gar nicht alles lesen, was der Markt so bietet.

Die gleiches Situation bei den Abnehm- oder Diätblogs. Da musst Du nicht lange suchen, und fndest vielversprechendes, wortreiches, engagiertes Gedankengut.
Und Rezepte! Die aber oft mit Werbung garniert. Wir haben da mal etwas vorbereitet: Ein Bildschirmausschnitt, bei dem die Werbeblöcke oben versammelt sind, der eigentliche Beitrag dann ist grau hinterlegt.

Werbung mit Rezept
Werbung zu Inhalt im Verhältnis zwei zu eins – wahrscheinlich ein erfolgreiches Konzept, denn der Inhalt ist derart widerlich, dass LeserIn wahrscheinlich aus lauter Verzweiflung die Werbung anklickt. So wird das Image der Blogs natürlich versaubeutelt. [Ende Ironie]

Die Zukunft der Abnehmblogs

“Wie man schreibt ist im Grunde genommen egal. Hauptsache die Artikel sind für die Leser interessant”, schreibt Patrick Offczorz, der die Blogs aufgrund ihrer Erscheinungsweise mit Tageszeitungen vergleicht. Na, dann.

Daily News – das kann man machen, das kann motivieren. Sagen wir mal,

Kontinuität

Ist eine Voraussetzung, ohne die es nicht geht. Langweilig soll es auch nicht sein. Wer immer (nur) schreibt, was er zu Mittag gegessen hat, muss schon verdammt gut kochen können, und die Rezepte auch ansprechend präsentieren. Das wäre dann ein einseitiger oder, schöner gesagt, ein

Monothematischer Blog.

Wer die falsche Diät macht, dem knurrt ständig der Magen – darüber ständig zu schreiben, nur über solche Gefühle lesen zu sollen, ist langweilig. Es kommt darauf an, den Leser zu interessieren. Ordnung in die andererseits mögliche Vielfalt kommt dann über die Themenliste.

Beobachtungen und Reflexion

machen auch in gedruckter Form die Qualität aus – das, was die “weiterführenden Gedanken” genannt wird. Wer sich für etwas eingehend interessiert, hat auf diesem Gebiet auch seine eigene

Kompetenz

und macht anderen Mut, zu ihrer Kompetenz zu stehen, wenn er das gut macht.

In der Natur der Sache liegt es allerdings, dass allzu einseitige Abnehmblogs werden versanden müssen: Diät ist mehr, als Du denkst, und eine einseitige Diät funktioniert höchstens 14 Tage.

Diätblogs

Könnten einen enormen Erfahrungsschatz heben und darstellen, wenn sie so ähnlich, wie oben skizziert, konzipiert sind. Sie bedingen eine bisher außergewöhnliche Aktivität – aber schließlich sind wir soziale Wesen mit ähnlichem Interesse, die untereinander Kontakte knüpfen wollen. Dafür sind Blogs durchaus ein geeignetes Medium.
Und psychologisch gesehen helfen sie auf lange Sicht, das Selbstwertgefühl zu verbessern: Wer kontinuierlich immer wieder schreibt, schafft damit auch eine Kontinuität.

Gemeinsamkeiten

Was früher die Web-Ringe waren, kann heute über die die “Blog-Rolls” oder ähnliches erfolgen. Ein neuest Gemeinschaftsgefühl, neue Nachbarschaften entstehen.

Einschränkungen

Nicht jeder, der sich langfristig mit Diät befasst, wird auch zu dem Thema bloggen: Logisch, wenn nur zehn Prozent der Internetnutzer sich auf Blog-Seiten bewegen.

Dass das so ist, heißt andererseits nicht, dass es so bleiben muss. Für Deinen Fortschritt bist Du selbst verantwortlich, und wenn ein Abnehmblog ein Schritt in die richtige Richtung ist – dann los!

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5 Kommentare zu “Diätblogs, Abnehmblogs, Zwischenbilanz”

  1. [...] Diätblogs, Abnehmblogs, Zwischenbilanz [...]

  2. Also unser Blog haben wir Ende 2004 begonnen mit dem Motiv zu dokumentieren, wie unser Weg abzunehmen aussehen wird. Anfangs waren die Einträge wenig – heute jedoch täglich. Eines ist sicher. Das Halten des Gewichtes benötigt noch viel viel mehr „Hirnschmalz“ als das Abnehmen. Dabei darf das restliche Leben nämlich nicht vergessen werden und um das zu merken und zu erleben ist das Blog sehr nützlich. Auch wenn an manchen Tagen einfach „nichts Sinnvolles“ drin steht – jedoch hat sich der Blogger Gedanken gemacht und mit der momentanen Situation befasst. Wenn dann natürlich noch Kommentare hinzu kommen macht die Sache noch viel mehr Spaß.

    Viele Grüße vom Lutz65 dem Ex160er und jetzt New80er auch genannt „The half men“ :-)

    Motto: Bewegung ist alles

  3. Da werde ich wieder schmerzhaft daran erinnert, dass ich auch seit einem halben Jahr endlich wieder ein Blog machen wollte… 8-)

  4. Hallo,

    ich kann dir nur zustimmen. es kommt darauf an, etwas mehr als nur die rezepte reinschreiben. seit 1 woche poste ich täglich und gebe dazu nicht nur die rezepte und bilder dazu, sondern auch was mir so alles durch den kopf geht, was mich motiviert und wie meine umwelt auf meinen abnehmtripp reagiert. es macht mir vor allem spass, wenn leute es lesen, dann ist das super und ich freue mich über jeden kommentar, aber ich mache es echt wie ein blog als tagebuch ohne hintergedanken.

  5. Hallo,

    ja im Grunde stimmt das schon alles was du da sagst. Nur ist es für einen Anfänger sehr schwierig interessante Artikel zu schreiben. Aber bei Diäten ist das mitunter nicht immer leicht, weil das Thema sehr umstritten ist oder sehe ich das falsch?

    Grüße
    Florian

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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