Avocados und knappes Wasser hierzulande

Jetzt ist dieser Klimawandel schon so weit, dass ihn eigentlich Alle für wahr nehmen müssten, Lösungen suchen, bewirken oder fördern und fordern – doch scheinbar kann man auch „weiter wie gehabt“ leben – noch.

„Alles ist möglich“ ist dabei kein gescheiter Leitspruch, und Skepsis gegenüber diversen Beteuerungen zur Klima-Rettung ist so angebracht wie die Parole übers „Abnehmen mit Avocados, weil die so toll sättigen und überhaupt“ unbewiesen.

Frage: „Kann man eine Guacamole, und wenn ja, welche, mit schwäbischen Spätzles kombinieren?“

Antwort: „Im Prinzip ja – doch muss man sich dazu erst einmal auf die Möglichkeit dieser Kombination einlassen.“

Avocados werden ja bekanntlich als „schwierig“ angesehen, weil sie sehr viel Süßwasser brauchen, und das ist knapp. Es gibt illegale Brunnen für die Bewässerung, in diesem Zusammenhang sinkt das Grundwasser, große Produzenten graben kleineren das Wasser ab, und die ökologische Situation verschlimmert sich mit der wachsenden Nachfrage hierzulande, genauer gesagt der globalen, wohlhabenderen Kundschaft.

Man sieht zwar überall Lebensmittel mit Aufklebern und Aufdrucken, die über Herkunft und Haltungsform, Fett- und Kohlenhydratgehalt informieren – nicht so bei den Avocados im Allgemeinen. Im Prinzip müssten die Grenzen für nicht unter Nachhaltigkeitsprinzipien erzeugte Avocados dicht sein…

Über die Jahre sinkende Niederschläge beeinträchtigen auch die hiesige Natur; da sollten Dachbegrünungen und die Brauchwasserzisternen helfen, so die Theorie, doch die Praxis ist „schotterhaft“:

Ein Vordach mit viel Schotter und ohne wasserspeichernden, kühlenden Bewuchs auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei, der war der Ton vom eigenen Gelände ausgegangen.

Idstein, vom Kern her eine Fachwerkstatt, vereint Kontraste:

Der alte Ortskern ist nicht alleine zu haben – er ist umringt mit „Anbauten“ und der zeitgemäßen Infrastruktur, mit Kreiseln wird der Verkehr zwischen  Autobahn, Gewerbe- und Wohngebieten gelenkt;

die kühle Dusche ist eine städtische Dienstleistung, die pflanzliches Gedeihen im Straßenbild sicherstellen soll, während das Klima sich weiter verschiebt.

Mit dem „Gießmobil“ werden also grüne Kreisel möglich, während der Blick auf die Massen an Schotter, in den Bild-Ecken rechts unten, auch die Frage zulässt, ob sich hier brachiale Mentalität zum Ausdruck bringt, ob das sein muss oder sogar veränderbar ist.

Schotter, Asphalt und Beton heizen sich bei Sonneneinstrahlung auf und geben die Hitze an ihre Umgebung ab.

So ein Parkplatz (einer von vielen) wirkt wie ein Wärmekollektor, dessen Ertrag nicht vernünftig verwertet wird. Da wächst in den Fugen der Verbundsteine kein Gras mehr, und, wo man die Betonfläche für Pflanzungen geöffnet hat, kaum ein Baum – jedenfalls

kaum gesunde Bäume.

Wir wissen nicht, über  wie viel Wasser die Wurzeln verfügen; laut wohlfeilem Internet-Ratgeber ist die Fläche der Baumscheibe von Bewuchs durch andere Pflanzen, vor allem Gras freizuhalten, damit diese nicht mit dem jungen Baum um Nährstoffe und Wasser konkurrieren und so seine Wurzelbildung und damit ein gutes Anwachsen erschweren.

Was die Gestaltung der Parkplätze betrifft, könnte es sein, dass die Verkehre sich zugunsten des Fahrrads ändern: Das Fahrrad ist gut fürs Geschäft,

Fahrräder sind gegenüber dem Auto platzsparend. Nicht überall gibt es solche tauglichen Bügel oder bessere Lösungen.

Es ist kein Naturgesetz, dass „Platz“ immer mit „Auto“ verbunden wird – es braucht auch Platz für „Wildwuchs“,

Räume zum Verweilen, passieren, flanieren, spielen – und weniger Platz zum Abstellen, wobei auch auf die Langzeit(-wohnmobil-)parker, die allgemeinen Parkraum der Allgemeinheit blockieren, hingewiesen sei.

Hilfreich im Sinne „weiterer Impulse“ könnte ein „Leitfaden Fahrradparken“ sein; wobei es doch um die richtigen, nicht nur scheinbaren Lösungen geht.

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