Klimaneutralität, Genderneutralität, Sauerkraut für Alle!

Von „Klimaneutralität“ ist im Lebensmittelsektor wenig zu spüren, ich finde:

Ohne Spinat aus Italien, Tomaten aus Spanien und so weiter könnten wir tausende LKWs abwracken!

Weniger Transporte, und wir hätten mache Sorge weniger.

#berlin2030klimaneutral – das war wohl nichts mit der Beteiligung am Volksentscheid, und bedingt hat „die Klimabewegung“ sich so einen Bärendienst erwiesen.

  • Die Wahlbeteiligung lag bei 35,8 Prozent.

Der Volksentscheid, nach dem Berlin schon 2030 klimaneutral werden sollte, ist gescheitert.

Die Mobilisierer*Innen haben vielleicht zu wenig mobilisiert, waren vielleicht zu Wenige, oder waren und sind die Hauptstadt-Einwohner*innen stoische Skeptiker, depolitisierte Duckmäuser, irgendetwas mit „opportunistisch“, mit der unbewussten Überzeugung, dass „es“ auf ihren Beitrag gar nicht ankommt, weil sie nur als Publikum, nicht als Beteiligte Akteure gewünscht sind?

Es soll bis zur Festellung der Auszählung eine Art „Wahlparty“ gegeben haben, bei der Pizzza mit veganem Käse im Pappkarton geliefert (und verzehrt) worden ist. Wenn die Pizza zu „trocken“ ist, kann man mit alkoholfreiem Vodka nachspülen. Wer recht sensibel ist, erkennt darin Anflüge von Dekadenz und Überlegenheitsanspruch.

Panierter Brockoli gelingt besonders geschmacksintensiv, wenn die Panade aus altem Sauerteig-Roggenbrot, Körner- und Olivenbrötchen aus eigenen Restbeständen besteht. Dazu eine Sauce aus fermentierter Kokosnussmilch, Rapsöl, Senf, frischer Curcuma, Gurkenessig „scharf“, Knoblauch und Salz.

Es lohnt, von dieser Sauce mehr zu produzieren, als momentan gebraucht wird, so hast du eine Salatsauce, oder eine Tunke beim Dippen, griffbereit. Beachte: Hier gibt es keine Konservierungsmittel, aber begrente Haltbarkeit!

Das Echo auf die „Klimaaktionen“ fällt unterschiedlich aus – es gibt auch Stimmen wie

„Vielleicht sich weniger auf die Strasse kleben und dafür Aktionen starten die man auch versteht.“

Die „verständlichen Aktionen“ zu benennen – das fehlt noch. Wird nämlich der Verkehr blockiert, meinen  die verkehrten, sie würden als Feinde bekämpft, und handeln, als müssten sie höchstselbst die UHU-Klima-Klebstoffterroristen beseitigen. Wir bräuchten mal eben Aktionen, die positive Ansätze belohnen.

Solche Adressaufkleber zum Selbst-Ausdrucken und Aufkleben sind auch nur eine Idee, aber eine von vielen.

„Handeln“ scheint überlegter als „Aktion pur“, ist langfristiger, strategischer als Aktionismus. Handeln muss auch Widerstände überwinden, bereits „Umdenken“ ist wie Handeln, machts möglich. Handeln muss verknüpftes Handeln sein –

so viele Leute braucht es, um eine Satire-Fernseh-Sendung zu machen.

Es hatte sich, oder auch hätte sich, ein „Herr Nuhr“ einst selbst-hinterfragen sollen, doch das hat er – selbst-gerecht – nicht gewollt oder nicht gekonnt, und so wurde er parodiert, samt seinem Zirkuspersonal.

Hier ein Schnipsel aus der Satirensatire mit Sophie Berger, die als Milli Probst Lisa Eckhart parodiert und deren überbetonte Gestik und Mimik so imitiert:

„Es ist wohl kein Zufall, dass immer die zum Schoßhündchen degeneriertesten, nägellackiertesten Männer den Feminismus für sich entdecken“

Zufall oder nicht, wäre ein Hauch mehr „Feminismus“ oder besser viel mehr  emanzipatorisches Denken und Handeln für beide Geschlechter befreiend und eine, die „weibliche Männer“ derart abkanzelt, ist keine Feministin, selbst wenn dreimal „Feminismus“ auf ihrer Visitenkarte aufgedruckt und/oder eingeprägt ist.

Feminist*Innen und Veganer*Innen können sich jetzt an einem Yoghurt-fermentierten Mandelaufstrich erfreuen – hier ein Dekorationsvorschlag.

Mehr Männer als Frauen verdienen in der Gastronomie ihren Lebensunterhalt damit, Andere zu versorgen. Diese Tatsache verträgt sich eigentlich gar nicht mit den behäbigen Geschlechterklischees, und wenn ein Koch die Fingernägel lackieren sollte, ist das so.

Wenn das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beim Energiesparen in der Küche einen Mann am Herd abbilden lässt, hat das wenig mit Energiesparen zu tun, weil er keinen Multicooker benutzt.

Wenn auf der Kabarettbühne Judenwitze fallen, zeugt das vom schlechten Geschmack der schlechten rechten Witzbolde. Mit wenigen Ausnahmen, wie dem katholischen Judenwitz

Hochzeit auf dem Dorf.

Der Pfarrer und der Ortsrabbi sitzen sich beim Essen gegenüber.
„Na, Rabbi“, sagt der Pfarrer, „wann werde ich denn mal erleben,
dass Sie so ein leckeres großes Schweineschnitzel essen?“

Entgegnet der Rabbi: „An Ihrer Hochzeit, Hochwürden.
An Ihrer Hochzeit.“

Selbst gemachtes Apfel-Sauerkraut mit Tofu, Zwiebeln und Petersilie. Fleischfrei kann ganz normal sein.
Rabbi, Pfarrer und Imman können unbesorgt zugreifen.


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  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
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