Dampf-Spinatsemmelknödel mit Tofu und süßsaurem Gemüse – #Restezauber

Ein hartes Brot oder altbackene Brötchen – das fällt in jeder Küche mal an, und ist längst kein Abfall.
Um aus altbackenen Brötchen Semmelknödel herzustellen, empfiehlt es sich, sie in Würfel zu schneiden, so lange sie sich noch schneiden lassen, bei Körnerbrötchen mit einer Kantenlänge um die 5 Millimeter, die lassen sich gleich weiterverarbeiten oder in einer luftigen Papiertüte noch zu Ende trocknen und eine Weile lagern.

Es gibt viele Wege zum Semmelknödel, kürzlich hatte ich sie so gemacht:

Mit Mixstab eine Mischung von Milch, Ei, Basilikum, Thymian, Salz, Muskat und Pfeffer pürieren. Brotwürfeln so auffüllen, dass sie vom Volumen her den größeren Anteil ausmachen, verrühren, eine gute Weile oder über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, erneut umrühren, mit Semmelmehl oder Gries die Konsistenz so einstellen, dass ein formbarer Teig entsteht.

Ebenfalls im zeitlichen Vorfeld Tofustücke in der gewünschte Größe zuschneiden, mit Sojasauce und Salz marinieren, kühl stellen.

Spinat verlesen, waschen, kurz dünsten, etwas abkühlen lassen, schneiden, in den Teig kneten.

Dieser Teig wird auf einer dicht gewebten Serviette zu einem dicken Strang ausgebreitet, wurstförmig eingerollt, die Stoffenden wie bei einem Bonbonpapier eingedreht, nach unten geschlagen; Dies auf den Schnellkochtopf-Einsatz legen und ohne Druck 30 bis 40 Minuten gedämpft.

 

“Spinat-Semmelknödel, in der Serviette gedämpft” ist eine relativ sichere Zubereitungsart, bei der die Knödel nicht zerfallen.
 

Danach kann der Kloß ausgewickelt (und in Scheiben geschnitten) werden.

 

Für das Gemüse zunächst nach Vorschrift Wasser oder Gemüsebrühe mit Kartoffelmehl kalt verrühren, zum köcheln bringen, bis es sich unter Rühren verdickt. Mit Zitronensaft, Essig (der kann auch gerrn (aus Resten, selbstgemacht sein) , wenig Zucker und Salz abschmecken.

Das gewünschte Gemüse und Obst gegebenenfalls in schmale Streifen oder Scheiben schneiden, kurz andünsten, dann zur süß-sauren Sauce geben.

Tofu in einer Mischung aus Raps- und Sesamöl anbraten (ca. zweimal zwei Minuten).

#Restezauber: Knackige Sojasprossen und frische (Tiefkühl-) Ananas gehören bei süß-saurem Gemüse einfach dazu, Okra-Schote ist nicht zwingend erforderlich, kann auch gut mit Baby-Erbsen-Schoten ersetzt werden. Für die Schärfe gab es hier auch frische Chili.

 

Zum Servieren können Knödelscheiben und Tofu noch mit wenigen Tl. Sojasauce beträufelt werden, das Gemüse mit wenigen El. Süß-saurer Sauce begießen.

 

Daneben gibt es alternative Möglichkeiten, eine davon:

 

Recht gut passt zum Servietten-Spinat-Semmelknödel auch Spinat, hier mit Rindfleisch (von einer Beinscheibe) und traditioneller Sauce kombiniert; die reifen Cocktailtomaten hatten nur kurz in der Sauce gezogen, waren also nicht ganz gar, und so erst recht der vollfruchtige Genuss…

 

Resteverwertung, Restevermeidung

Die Kampagnen gegen die Restevergeudung zielen zum Teil auf den wirtschaftlichen Schaden im einzelnen Haushalt ab: Je nach Berechnung kommen da übers Jahr eindrucksvolle Summen zusammen, die den Verursachern vielleicht nicht bewusst sind, oder von denen sie sich nicht beeindrucken lassen.

In Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaziele sind die Verhältnisse im Lebensmittelbereich ähnlich relevant wie zum Beispiel im Sektor Verkehr, und verdienen die entsprechende Beachtung.

Mann kann hier nur darauf hinweisen, dass ein “altes Lebensmittel” nicht zwangsläufig Abfall sein muss, sondern wertvoller Grundbestandteil für Neues sein kann.

Dabei ist klar, dass “Resteverwertung” ein gewisses Mindestmaß an Können und Improvisationsfähigkeit voraussetzt – hierbei wäre das Lernen wiederum die Voraussetzung, und die Wenigsten eigenen sich das Erforderliche rein autodidaktisch an.

Weil auch das Lernen am Beispiel, am Vorbild funktioniert, hoffe, ich, hiermit einen sinnvollen Beitrag geleistet zu haben und verknüpfe diesen Artikel mit dem #Restezauber-Wettbewerb.

 

 

 

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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