Imbiss, Snack oder Mahlzeit?

Mit der Regelmäßigkeit der Mahlzeiten hapert es gelegentlich – das kann zum “Essen nach Lust und Laune” führen, wobei je nach Lust und Laune auch schon mal “über die Stränge geschlagen” wird; soweit also die einleitende “Mahnung zur Mäßigung”.

Rührei mit frisch geriebener Curcuma-Wurzel

“Essen mit Vernunft” oder auch Verstand ist ja ein Motto, das regelrecht in den Ohren klingeln kann; vernünftig sei ein Ei, weil das Eiweiß enthält, ist eine denkbare Auskunft, der ich nicht widersprechen werde. . Ein Rührei, weil man da gleich das gesunde Curcuma hineingeben kann, was für Curcumaverächter überhaupt nicht spannend ist, weil sie es ablehnen. Aber mal schauen könnt Ihr ja:

Wer den benötigten Schnittlauch nicht im Garten, sondern auf dem Balkon zieht, muss jetzt täglich gießen und düngen – das lohnt sich auf jeden Fall.

 

Hühnchenbrustfilet – fertig mariniert

Die unbegrenzte Leistungsfähigkeit der Lebensmittelindustrie entlastet die privaten Haushalte von lästigen Arbeitsschritten wie dem Marinieren von Grill- und Bratgut – und was lange mariniert, ist endlich würzig.

Natürlich geht diese Rechnung auf – genug Zutaten sind dabei ja deklariert, und es wird neimand heimlich einen Geschmacksverstärker beigefügt haben, hoffen wir, wenn auch Grillexperten auf jeden Fall empfehlen, die Marinade selbst anzurühren.

Das Fertigprodukt könnte die Fähigkeit besitzen, die Geschmacks- und Sättigungsrezeptoren zu überrumpeln, ähnlich, wie manche Limonade weniger Durst löscht, als “Lust auf mehr” zu erzeugen – das liegt natürlich am Zucker, und bei der Marinade kann den Zuckergehlat nur stuern, wer selbst mariniert.

[Das war auch schon mein Beitrag zur nationalen Zuckerreduktionsstrategie, die zu entwickeln unlängst in Berlin ein hochkarätiger Gipfel stattgefunden hatte – eher tagen die Leitungspersönlichkeiten, als dass die gesellschaftliche Basis ihre Kongresse veranstaltet]

 

 

Der Leinsaat-Pizzaboden

Ohne es zu beurteilen, stelle ich hier nur mal fest, dass die “Kohlenhydratarme Pizza” machbar, aber anders als gewohnt ist. Leicht zu machen ist der Teig sicherlich nicht, ist also nichts zum “selbser-machen”, sondern im (Versand-) Handel zu besorgen – vielleicht schreibe ich dazu noch mal einen gesonderten Artikel…

Klar ist aber auch, dass so ein Imbiss mit einem (großen) Salat zur ausgewachsenen Mahlzeit wird, in den meisten Fällen wahrscheinlich mehr Abwechslung als Regel.

Zum Leinsamen habe ich schon alles gesagt…

 

Reistag mit indischem Butterhühnchen

Reis, mal wieder seit langem gab es kürzlich, ein Beutel mit vorfabrizierter Sauce erforderte nicht viel Mühe, aber ein Fleisch, das anschließend noch gut 10 Minuten in jener Convinience-Sauce schmoren sollte, um dann mit Reis serviert zu werrden. Ungefähr so:

Zu dem pikant-currylastigen Fleischgericht gab es einen Apfel-Möhre-Sellerie-Rohkostsalar mit fruchtigem Obstessig-Sesamöl-Dressing – verschieben wir den Blickwinkel, können wir den Satz umformulieren und “Das Schlichte Reisgericht wurde …” als Einleitung verwenden ;-)

 

Erfrischendes

Gurkensuppe

Ob “soziale Netzwerke” Fluch oder Segen sind, sei hier nicht das Thema; über so ein Netzwerk bin ich heute zur Idee mit der Gurkensuppe, kalt, gekommen. Als soziales Wesen habe ich die dann auch mal imitiert und abgewandelt, mit viel Ingwer in der Gemüsebrühe und ein paar Curry-Blättern im Sud, Basilikum und einer frischen, grünen Chili.

Erfrischend ist diese oder jene kalte Gurkensuppe allemal, ein gutes Samstags-Rezept in der heißen Jahreszeit.

 

Kirschsaft auf Eis, mit einer Essig-Komposition

“Eisgekühlt” und “erfrischend” wird in der (Werbe-) Sprache gleichbedeutend verwendet; “Eiswürfel hat man nie genug” – jedenfalls im Sommer.

Insofern gilt der Slogan “Eisgekühlt genießen” nicht nur für Switchel, sondern auch für eigene Kreationen wie diesen alkoholfreien Cocktail aus einem gereiften Kräuter-Himbeeressig, Kirsch- und Zitronensaft und viel Eis…

 

Einen kühlen Kopf behalten

… mussten in Hamburg 20 Welt-Oberführer und eigentlich die Zukunft der Welt sichern, Chancen eröffnen. “Jobs in Afrika” (und weniger Migration nach Europa) – das Thema sollte jetzt eigentlich vertieft werden, man einigte sich aber lediglich auf ein verbindliches Gruppenfoto für die Geschichtsbücher – als würde das in 100 Jahren noch irgendwen interessieren.

Unsere Berichterstatter fanden schwarzen Rauch, den Chaoten in Schwarz mit brennenden Mülltonnen und “abgefackelten” Kleinwagen erzeugten, attraktiver – zumal die Feuer erstaunlich lange brannten, wahrscheinlich zusätzlich von Bohnenstroh unterhalten. Weil es in der Hansestadt zwar Löschboote, nicht aber Löschhubschrauber gibt, war der Himmel verdunkelt, und niemand berichtete mehr über die Workshops und Demonstrationen, bei denen es um eine gesündere, gerechtere Welt ging.

Humor bewies dabei die Stadtreinigung auf Twitter, mit einem sorgfältig arrangierten Gruppenfoto in Orange – was wären wir auch ohne die professionellen Aufräumer?

 

Veganes für Chefs und Reinigungskräfte…

Wir wissen nicht, ob Trump sich eine Extrawurst hatte braten lassen, oder Erdogan einen Storch, wissen nicht, ob irgendein Gipfelstürmer zu Hamburg daran gedacht hatte, dass das offizielle Ziel, dem Klimawandel sich entgegenstellen zu wollen, auch von einer fleischfreien Ernährung unterstützt wird, empfehlen hier aber

 

Aubergine mit Kartoffelstampf

 

Das ist ein kleiner, leichter Imbiss, gut verdaulich und vorbeugend bei Sodbrennen. Die Kanzlerin selbst sammelt in ihrer knappen Freizeit manchmal im Spreewald Auberginenen, wobei sie sich als Rotjäckchen verkleidet…

 

Mit Käse überbacken, mit Salat dekoriert

Leichte Kost eben – überbacken, aber nicht scharf; diesen Imbiss gab es vielleicht des Abends in der Elbphilharmonie, und der regierende Bürgermeister musste sich dafür kritisieren lassen, dortselbst dem Musikgenuss gefrönt, statt für Ruhe an den städtischen Fronten zu sorgen. Aber mit Krawalltouristen kann man ja nicht reden, sich mal mit ihnen bei Fischbrötchen, nordischem Bier und einem Aquavit darüber zu unterhalten, was sie eigentlich wollen: Unvorstellbar.

Dabei hatte das Unheil sich schon in der Mittsommernacht angekündigt – nur hatte niemand die Zeichen richtig gedeutet ;-)

Ein stundenlanges Wetterleuchten hatte diesen Abendhimmel ausgezeichnet…

 

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