Alkohol und Nikotin – im Fall der doppelten Abhängigkeit:

Wenn im Rahmen einer definierten Grunderkrankung.zusätzliche Erkrankungen hinzukommen, spricht man von Komorbidität. Bei “Alltagsdrogen” könnte das ja eigentlich ganz harmlos sein, eben alltäglich…

Der Beitrag

Komorbidität Alkohol und Rauchen

 

führt aus,

dass Raucher mehr trinken als Nichtraucher und Trinker mehr rauchen als Nichttrinker.

Nikotinabhängige haben ein 2,7-mal höheres Risiko, alkoholabhängig zu werden, als NichtraucherInnen (Breslau, 1995).

Die Doppelabhängigkeit von Alkohol und Nikotin ist im Verlauf ungünstiger als bei einer isolierten Abhängigkeit von nur einer Substanz.

Die Aufdrucke auf den Zigarettenpackungen “Raucher sterben früher” sind kein Scherz:

Der erhöhte Konsum beider Substanzen wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit bzw. auf die Mortalität aus. Die Sterblichkeitsrate ist bei Personen, die Alkohol und Tabak konsumieren, signifikant höher als bei Personen, die nur eine der beiden Substanzen konsumieren (Rosengren et al., 1988).

Meist sterben alkoholabhängige RaucherInnen eher an den Folgen von tabakassoziierten Erkrankungen als an den Folgen des Alkoholkonsums (Hurt et al., 1996). Insgesamt sterben viermal mehr Menschen an tabakassoziierten Folgen als an alkoholassoziierten (Miller et al., 1998; Petro et al., 1996).

Die stationäre RaucherInnenentwöhnung hat die Schwerpunkte:

  • Diagnostik: «Welcher Rauchertyp bin ich?»
  • Verhaltensanalyse: «Wann rauche ich?»
  • Suchtmechanismus und Belohnungsverhalten: «Warum rauche ich?»
  • Einstellungen und Motive: «Welche Gedanken verhindern meine Abstinenz?»
  • Erarbeiten von Bewältigungsstrategien und Alternativverhalten: «Was kann ich statt des Rauchens tun?»
  • Medikamente und Nikotinersatzpräparate: «Was kann mir alles helfen, rauchfrei zu werden?»
  • Entspannung und Genuss: «Was tut mir gut?»
  • Konsolidierung des Abstinenzverhaltens: «Wie bleibe ich rauchfrei?»

Auch interessant:

http://www.api.or.at/typo3/index.php?id=749

Das Orpheusprogramm des Anton Proksch Instituts soll durch unterschiedlichste Module zur Neu- und Wiederentdeckung der eigenen Lebenskräfte beitragen. Wo das Leben wieder schön, lust- und sinnvoll wird, haben Suchtmittel keine Verführungskraft.

Die verschiedenen Orpheusmodule sind:

 

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