Ranziges “Würzöl” mit Kunstaroma

… hat die Stiftung Warentest mehrfach gefunden. Die entsprechende Meldung hab’ ich hier gefunden.

Konsequenz: Keine.

Soll heißen: Keine Lebensmittelkontrollen finden statt, die verhindern, dass “nicht verkehrsfähige Lebensmittel” in den Umlauf kommen.

Die “aufgeklärten Konsumenten” dürfen zunächst für ein paar EURO einen Test beziehen, bevor sie aufgeklärt sind.

Ansonsten: Wer braucht schon “Würzöl”? Ich habe mir im Herbst ein Glas Rosmarin-Öl selbst gemacht; bei Öl mit Trüffel-Geschmack wäre ich von selbst darauf gekommen, dass das Aroma nur bedingt echt sein kann – das ist ja auch immer eine Preisfrage.

Optimal lassen sich Aromen mit Essig extrahieren. Nur: Wer macht das schon, wer weiß schon, wie es geht und: Viele scheuen auch die “Mühe”.

Die Kuzversion des Testergebnisses:

Das Sojaöl mit Chillipulver Lee Kum Kee aus China hatten die Tester in einem Asien-Supermarkt gekauft. Sie fanden reichlich Pestizidrückstände, zu viel vom Lösemittel m-Xylol und eine starke Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlewasserstoffen (PAK), darunter auch das kritische Benzo(a)pyren. Es wirkt im Tierversuch erbgutverändernd, krebserregend und fortpflanzungsschädigend und kann diese Wirkungen auch beim Menschen haben. Außerdem schmeckte das Öl auch noch ranzig, ebenso wie das Casa Morando von Aldi (Nord). Beide Produkte sind sensorisch „mangelhaft“, gelten somit als verdorben und dürften folglich nicht verkauft werden. Beim Casa Morando fanden die Tester außerdem für Menschen schädliche 3-MCPD-Ester. Allein mit zwei Esslöffeln dieses Öls kommt ein 60 kg schwerer Erwachsener auf 240 Prozent der täglich tolerierbaren Menge.

Andere Öle, wie die von International Collection, Vom Fass oder der Teutoburger Ölmühle versprechen Trüffel-, Steinpilz- oder natürliches Aroma, tatsächlich wurden aber synthetische Aromastoffe gefunden. Damit führen diese Angaben den Verbraucher in die Irre, diese Würzöle sind ebenfalls nicht verkehrsfähig und damit „mangelhaft“.

Die Tester fanden aber auch sieben „gute“ Produkte. Albaöl (8 Euro pro Liter), ein Rapsöl mit Buttergeschmack ist das beste Würzöl im Test. Unter den „guten“ sind auch vier Bioprodukte: Das günstigste davon ist das GutBio Würzöl Orange von Aldi (Nord) für 6,75 Euro pro Liter.

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