Wie viele Kalorien pro Tag in der Diät?

Natürlich: Diese Frage gilt als die normalste Frage der Welt, wenn es ums abnehmen geht. Aber sie kann auch schon der Anfang vom großen Elend, von Jo-jo-Effekt und “Diätspirale”  sein.

Kalorien-Zählen geht zu 97,5% schief!

 

Bereitwillig wird sie beantwortet, mit Grundumsatz- und Leistungsumsatz-Tabellen oder auch Kalorienbedarfs-Rechnern gearbeitet.

Ich hatte auch einmal geglaubt, dass Gewichtsreduktion so und nicht anders funktioniert, funktionieren kann.

Und dabei wäre – ohne “Diäten”, alles so einfach. Man bräuchte bloß en bisschen vernünftiger – nämlich vollwertig und in angemessenen Portionen – zu essen.

Vielleicht müssten wir auch viel vernünftiger leben. Der Kalorienbedarf ist im Laufe der Zeit zurückgegangen, die Ernährungsgewohnheiten haben sich dem erst einmal überhaupt nicht angepasst, während die körperliche Arbeit abgenommen hat, ist erst einmal die Fresswelle übers Land geschwappt.
Anschließend eine Diäten-Welle.

Wer heute lernt, sich auf einen bestimmten Kalorienbedarf einzustellen, hat in ein paar Jahren ein Problem, weil der Grundumsatz im Laufe des Alternungsprozesses zurückgeht.

Wer sich einmal aufs Kalorien-Zählen einlässt, gerät schnell in den Sog des verbreiteten Diätwahns. Es gibt zwar Leute, denen es nichts ausmacht, mit Zahlen umzugehen, und darin auch wahre “Künstler” sind – die werden aber kaum fragen, wie viele Kalorien sie in der Diät zu sich nehmen dürfen, die sind vom Charakter her “geborene Zahlenkünstler”.

Bei anderen ist das nicht so, und ihnen wird eingeredet, sie dürften sich nicht mehr auf ihr Gefühl verlassen.

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2 Kommentare zu “Wie viele Kalorien pro Tag in der Diät?”

  1. Sich bei der Menge aufs Gefühl zu verlassen, ist aber verdammt schwierig, wenn man schon jahrelang zu viel gegessen hat, und es verunsichert auch. Du w i l l s t abnehmen, aber das Gefühl für die Sättigung ist nicht zuverlässig, weil es bei bestimmten Nahrungsmitteln einfach nciht funktionieren kann, oder weil erst ein “übersatt” als “satt” akzeptiert wird.
    Ist doch klar, dass manche dann meinen, sich an irgendwelchen Tabellen und Punkte-Listen orientieren zu müssen – bei manchen funktioniert es ja auch, und die stellen sich dann als Vorbild hin und schreien: “Es ist doch alles ganz einfach, seht her, ich habe es ja auch gepackt – Seid ‘Ihr zu dumm oder was?”

  2. Nur, dass das Kalorien-Zählen für diejenigen, die keine Zahlen-Künstler sind, einfach nicht funktioniert: Kalorien pro 100 Gramm musst Du ja erst mal herunter- oder heraufrechnen auf das, was auf Deinem Teller ist. Wieviel Gramm haben 150 Gramm Erbsen – oder sind das nur 100 Gramm? Es kann auch nicht jeder mit einem Dreisatz umgehen… Und die Kalorien von Erbsen – ich hab’ das nie gelernt.
    Und wie merk’ ich mir, was ich schon gegessen habe usw.
    Das Punktesystem wird ja auch meist als umständlich und hochkompliziert empfunden.
    Beim Portionen-Zählen ist es einfacher: Das kann ich versichern.

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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