Ochsenfleisch und Fett ansetzen: Zeitschrift für Luxus-Männchen

Da denkt man doch, “Beef” heißt einfach nur “Rindfleisch”, und fertig. Leo weiß das wieder mal besser.
“Beef” heißt auch eine neue Zeitschrift: “Für Männer mit Geschmack”.

Zeitschrift für Männer, die kochen -  nur: Für welche Männer?

 

Kochen für Männer also – zunächst mal eine gute Idee, denn vielleicht brauchen Männer in der Küche ja ihren geschützten, also Frauenfreien Raum, um ihre eigene Identität ungestört entwickeln zu können.

Das neue Blatt bringt eine ganze Mannschaft mit:

Chefredakteur: Jan Spielhagen, Artdirector: Elisabeth Herzel, Chef vom Dienst: Wolfgang Küster, Readktion: Birte Lindlahr, Bildredaktion: Monique Dressel, Imprimatur: Erhard T. Adrian Hoffmann und Assistenz: Michaela Mahoney

Die Navigation des Online-Sprosses ist eine Katastrophe, und die angebotenen Rezepte zum Herunterladen

> FRITTATENSUPPE
Rezept für 4 Personen

> MOZZARELLA

> SAUCEN
Tomatensauce, Rouille, Demiglace vom Kalb, Kräuter Vinaigrette, Beurre Blanc, Rote-Bete-Sauce, Fischfond, Hollandaise

> KÄSE-WURST-TORTE
Ideale Begleitung zu Kartoffelpüree, Erbsen und Zwiebeln.

> FLAMBIERTES KANINCHEN IN COGNACSAUCE

> MENÜ DES MONATS
Rehterrine, Linsensuppe, Heilbutt, Bayrische Creme

> GLÜHWEIN OHNE FOLGEN
Rezept für 4 Liter Selfmade-Glühwein

sind Geschmackssache: Seit wann gibt es bei mir flambiertes Kaninchen und als Menü “Rehterrine, Linsensuppe, Heilbutt, Bayrische Creme”? Oder Linsensuppe mit Hummer – kein weiterer Kommentar…

Vielleicht ist der Sinn des Heftes  ja auch, eine neue Ära  des Internet-Lebensmittelhandels einzuläuten; an entsprechenden Links mangelt es nicht.

Die Luxus-Männchen, die sich an der Zeitschrift orientieren, können in der Folge mit “teurer, exklusiver als Andere” prahlen statt mit “schlicht und raffiniert, gesund und schnell zubereitet” zufrieden zu sein.

Oder es genügt ihnen, die Hochglanzzeitschrift in ihrer RA-Praxis auszulegen…

Bei “Hausmannskost” hat man das Heft immerhin schon einmal in der Hand gehalten, nicht aber gekauft.

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2 Kommentare zu “Ochsenfleisch und Fett ansetzen: Zeitschrift für Luxus-Männchen”

  1. Hm, diesen Eintrag verstehe ich nicht – die Zeitschrift Beef richtet sich eben an eine andere Zielgruppe als Dich. Die von dir als Luxus-Männchen betitelten Hobby-Köche stehen auf Qualität und ausgefallene Herausforderungen am Herd. …

  2. “Ausgefallene Herausforderung” ist rein zufällig doppeldeutig.

    Luxus-Hobbyköche; Na ja. Kochen ist halt auch Hausarbeit wie so manch Anderes.
    Viele Hobbyköche recherchieren mittlerweile auch im Internet und tauschen Erfahrungen aus; Manche der “Beef-Rezepte” gibt es hier bei fressnet.de auch.

    Und ein bisschen Spass muss das Bloggen ja auch machen ;-)

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Frische Kommentare

  • Evelin: Danke für diesen wunderbaren Artikel. Den Fotos sieht man an, dass die Gerichte...
  • Claudia: In diesem Artikel ist nicht immer klar, ob du etwas kritisierst oder empfiehlst –...
  • Andy: Also ich verbinde ja meinen Biergarten Besuch immer mit einer Fahrradtour und suche mir...
  • Peter: Hallo Klaus-Peter, ich lese mich grade durch die neuen Teilnehmer bei Meike durch die...
  • Timo: Die nusshaltigen Tempeh sehen super aus. Da bekomme ich richtig Appetit.

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