Hutzelbrot und Wunderhut, Körpergewicht und Wandlung

Nicht nur Spinat gibt uns Kraft, denn es gibt auch die lebensbejahende, kreative und heilsame Kraft, die in Märchen steckt, weshalb Kinder und Erwachsene alte  Märchen und jüngere Kinderbücher lieben, die von Lebensmut und Hilfsbereitschaft erzählen, manchmal von Weisheiten und Wahrheitsliebe – von dem, was im Leben wirklich zählt, von „den Werten“.

Eine Erzählung handelt vom „Hörbe-Brot„. Das Rezept stammt aus der Geschichte „Hörbe mit dem großen Hut“, die könnt Ihr Euch vorlesen lassen: Gerade in Zeiten, wo Katastrophenmeldungen die Regel sind, ist es „psychohygienisch“ wichtig, sich auch einmal in eine heile Welt zu versetzen.

„Naturnahe Räume“ aufzusuchen, kann genauso wichtig sein. Dabei das perfekte Naturfoto zu schießen, ist zweitrangig. Dafür gibt es Experten genug.

Wenn es im November auf dem Balkon blüht, ist das vielleicht schon mal der Wahrnehmung wert.

 

Essen kommen!

Das ist ein Ruf, dem ich schon lange nicht mehr zu folgen habe; die Vereinzelung nimmt gesellschaftlich immer weiter zu, und gesellschaftlich betrachtet wollen alle an einem gedachten runden Tisch sitzen und satt werden, möglichst auch es sich schmecken lassen.

Frage an einen Soziologen:

Sie benutzen … das Bild vom Tisch, an dem erst nicht alle sitzen dürfen. Und irgendwann wollen die Neudazugekommenen nicht nur mitessen, sondern auch darüber mitbestimmen, nach welchen Rezepten gekocht wird.

Antwort:

Genau, deshalb nehmen die Konflikte zu.

Wer will, kann jetzt eine Gedenkminute zur „Integration“ einlegen oder über Lösungen nachdenken, die nach Möglichkeit die ungeahnten, verdrängten Probleme der „alteingesessenen“ Bevölkerung, die sich eben gar nicht bedacht oder beachtet fühlt, einbeziehen.

 

Unbedacht sind auch die Fahrradabstellplätze vor den Supermärkten, bei denen sich zeigt, wie wenig die EinkaufsbürgerInnen sich ökokorrekt verhalten, da nun mal das Auto das bevorzugte Gefährt beim Einkaufen ist und nicht das Fahrrad. Eine Protestbewegung „pro überdachte Fahrradabstellplätze“ ist angesichts der Lethargie unserer potentiell fortschrittlichen Gruppierungen und Individuen nicht zu erwarten.

Der Energieverbrauch der Haushalte ist alles Andere als gering und gleichzeitig wird er immer teurer – die Eliten, die über mehr Geld verfügen, als sie ausgeben können, berührt das nicht, und weil die Entscheider ihren Wohlstand als Geburtsrecht betrachten, fällt eine „gerechte Umverteilung“ bis auf Weiteres aus. Passend dazu: Die ewig-gestrige Einstellung der Ernährungsfachkräfte,die eigentlich wissen, was ein energiesparender Multicooker leistet, die aber noch nicht einmal vermitteln, dass hier auch Geld zu sparen ist und positive Umwelt-Auswirkungen „verschenkt“ werden. Der Putenrollbraten mit Süßkartoffel und Bio-Prinzessbohnen hat bei seiner Fertigstellung jedenfalls nicht unnötig Strom verbraucht.

Astronomische Summen, Kosten unseres übermäßogen Lebensmittelverbrauchs, kommen laut einer Studie zusammen, und der WWF fordert „zunächst mal“, die Mehrwertsteuer auf Gemüse zu nullen. Besser geht die Förderung gesunder Ernährung zwar mit der Biolebensmittelgrundversorgung, doch wir wissen nicht, was den Verein hindert, diese zu fordern.

Der Blick zum Himmel liefert hier auch keine Antwort, aber Raum für eigene Überlegungen:

 

Veränderung braucht Geduld, Struktur, Konzept und Plan. Dass das weiche Wasser mit der Zeit den harten Stein besiegt, kann man auch anders formulieren, gehört gerade deshalb hierher.

Wenn die „Versteckten Kosten der Ernährung“ in „Mark und Pfennig“ zu beziffern sind, gilt das auch für „Lebensqualität“, die es selten für lau gibt – jedes Spiel verlangt seinen Einsatz, nicht nur monetärer Art, sondern auch als Engagement.

Veränderungen sowohl der gesellschaftlichen Art als auch auf der individuellen Ebene sind vielfach verwoben, und es besteht auch kein Anlass, hier alles getrennt zu halten. Zu spüren bekommt das Adipositas-Dilemma vorwiegend der/die Einzelne, je für sich, wenn auch behutsame, verständige und unterstützende (politische) Interventionen nicht auszuschließen sind.

Veränderungen „im Alleingang“ sind nur bedingt möglich, da wir als Soziale Wesen in einem  sozialen Kontext leben. Die Entwicklung der Persönlichkeit ist  mit vielfältigem Lernen verbunden. Von daher könnte das Adipositas-Coaching auch als Studium, mit Seminaren, Praktika und „Beimischungen“ von therapeutischen Elementen angelegt werden und den einen oder anderen Exkurs über den Narzissmus enthalten.

Beim problemlösungs- und zielorientierten Adipositas-Coaching sollten, um mit Hörbe zu sprechen, Einvernehmen, Verpflichtung/Verbindlichkeit, Lerneinheiten, Übung, Fortschritt, Leistung und Kontrolle unter einen großen Zauberhut passen. Dabei muss von Anfang an klar sein, dass es nicht um die 1001. Wiederholung verstaubter „Diätleitfäden“ oder watteweich verpackte positive Bestätigungen geht, sondern ggf. auch Missbilligung und Korrektur vorkommen.

Das Konstanzer Institut für Kontinuität hat in einer Studie konstatiert, dass, traditionelle Mahlzeiten von Grund auf zusammenzustellen, mit der zunehmenden Aufbereitung zubereiteter Nahrungs-Komponenten als überwiegend lästig empfunden werde, also unpopulär geworden sei. 😉
Das ist nun nicht zu ändern, allenfalls könnten wir grundsätzlich zu nicht-traditioneller Enährung wechseln. Beispiel?

Der selbstgequirlte Fitness-Drink mit Koffein: 2-3 EL puddingartiger, gequollener Hafer, pürierte Walnüsse (auch vom Vortag, eingeweicht und gedämpft der besseren Zerkleinerbakeit wegen), gestückelte Banane (die war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits im Drink, deshalb symbolisch und ersatzweise ein Apfel) und Kaffee nach Belieben.

 

 
#Coaching #Adipositas

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  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
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