Ikea und der Hahn, Meat-Free-Maultaschen & Co2

Wenn der Wasserhahn zweimal tropft…

Vorhin musste ich an diesen Uralt-Witz denken: Begegnen sich ein Radfahrer und ein Spaziergänger. Meint Letzterer: “Sie müssen mal was machen, Ihr Schutzblech klappert!” Daraufhin der Radfahrer: “Ich kann Sie nicht verstehen, mein Schutzblech klappert!” So ähnlich aneinander vorbeigeredet haben Ikea und ich:

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Ich anderes Thema

Anna Einen Moment bitte, du wirst umgehend mit einem freien Mitarbeiter verbunden…

Herzlich Willkommen im IKEA Chat. Du sprichst nun mit Juliane

Ich Ich brauche Material und Hilfe, um einen Wasserhahn zu reparieren. Foto des Modells kann ich senden.
Juliane Leider kann ich über den Chat keine Bilder empfangen.

Ich Guckst Du [URL des Fotos]:

Juliane Wir können dir leider keinen Reparaturservice anbieten. Du müsstest dir den Artikel bei uns kaufen und über eine örtliche Firma einbauen lassen.

Ich Gekauft ist der Wasserhahn ja längst – und braucht nur neue Dichtungen. Eine Reparatur, die ich durchführen möchte.

Dieser Auszug möge genügen. Es folgte noch der Hinweis auf hilfreiche Mitarbeiter vom Kundenservice vor Ort, sobald wieder geöffnet ist. Die machen also kein Homeoffice, sonst wären sie ja erreichbar. Und wer langjährig firmenverbunden und qualifiziert ist, kann die Ersatzteilnummern des Sortiments der letzten 20 Jahre auswendig nennen.
Unverständlich ist bei dem Konzern, der sich als prägender Teil der Gesellschaft versteht, dass Reparaturen annähernd unmöglich sein sollen. Die Kunden dürfen selbst abholen und nach Anleitung montieren, werden aber nicht in die Lage versetzt, kleine Defekte zu reparieren. Beim Klapper-Schutzblech war vielleicht eine Schraube locker, bei Ikea stimmt etwas nicht mit dem “Nachhaltigkeits-Konzept”. Das ist in der heutigen Krisenzeit, mehr noch in kommenden Krisenzeiten, unverständlich bis unverzeihlich.
Ikea har förkastat Smörgåsgurkan – Ikea hat Gewürzgurken verboten! Und zwar nicht offiziell, aber Fakt ist, dass es dieses Gurken-Nuss Aufstrich Brot in ihren Kantinen und Speisesälen nicht gibt, als ob es  verboten wäre. Es gibt ja auch keine garantiert tierleidfreien Möbel, und keine nachhaltigen, kompostierbaren Mehrgenerationenmöbel, sondern geprüften Verschleiß, begrenzte Haltbarkeit. Aber ich deklariere das mal besser als “Satire”, die darf alles behaupten.

470

“Die Umweltschutzorganisation WWF fordert, dass wir in Deutschland unseren Fleischkonsum halbieren. 470 Gramm im Schnitt pro Woche würde laut einer WWF-Studie dem Klima helfen. Treibhausgas-Emissionen bei der Fleischproduktion ließen sich so massiv senken.”

Sinnvoller wäre ja, statt Daten, die aus der Lancet-Studie bekannt sind, erneut zu erheben und durchzukauen, sich um Wege und Methoden, die zu weniger Tier auf den Tellern und Wurstbroten führen, zu kämmern.

Als Michele Obama etwas gegen den ganzen Zucker in der Limonade, der Kinder und Erwachsene verfetten lässt, unternommen hatte, war ihr Weg nicht, die Zucker- und Getränkeindustie (sinnlos in einem für sie zermürbenden Gefecht, das nicht zu gewinnen ist) zu attackieren – stattdessen erzielte ihre “Pro-Wasser-Kampagne” erste Erfolge.

Auch Menschen können Soka essen, aus heimischer Produktion, so dass kein Urwald gerodet wird.

Bei WWF & Co. wird fleißig gekämpft und eifrig gefordert – nach dem irrwitzigen Motto “Genossen, der Kampf geht weiter”? Mit Leitsätzen wie “Mit einem Pfund tierischer Produkte pro Nase und Woche” nach dem Motto “Friss die Hälfte” Deutschland und die Weltbevölkerung auf Diät zu setzen, mit Sondersteuern den Tierverzehr auszuhebeln zu wollen, ist propagierte Symptombekämpfung und wird das System Massen-Tierhaltung nicht heilen. Für die so gehaltenen “Nutz-Tiere” und deren Wohl fühlt sich die “Wildlife”-Schutztruppe wohl nicht verantwortlich – für den Brandschutz haben wir die Feuerwehr…

Bratreis im eigenen Dampf (fotographiert)”. Die Deutsche Vegetarische Rezepttradition allein wird nicht ausreichen; multikulturell geht es heutzutage aber auch vor der eigenen Haustür zu.

 

Bisheriges Atmosphärisches CO2-Maximum

Carbon dioxide levels in atmosphere reach record high – kurz gesagt: ,,Trotz Rekord-Rückgang der CO2 Emissionen durch Corona steigt die Konzentration in der Atmosphäre auf einen neuen Höchstwert!”
Das ist zwar nicht total kompliziert, aber Viele wollen oder können es nicht verstehen – Einige glauben ja auch, dass ein Kat im Auto Sauerstoff produziert.

 

Der beste Heiler in D und “Abnehmen mit Zitronen”

“Heilpraktiker Werner A. hat sich zur absoluten Nummer 1 entwickel, und Nackenschmerzen sind immer nur Symptom” – so eine sicherlich nicht unentgeltliche Pressemitteilung. Wir entnehmen daraus:
Der Gesundheitsmarkt ist (in einer Grauzone) das reinste Schlachtfeld.

Derweil zählt eine amerikanische Diätberaterin “12 tolle Gründe, mit Zitronen abzunehmen” auf. Unter 3.) nennt sie Pheromone, die möglicherweise den Hunger wegzaubern. Sicher: Liebe geht nicht durch den Magen, sondern durch die Nase, doch ist diese Liebe auch ein “Anschlag auf den freien Willen” ;-) .

Wenn der Käsesemmelknödel, im Druckdampf gegart, mit frisch geriebener Gelbwurz und Ingwer gewürzt, sich auf dem Spiegel dem/der Verzehrenden präsentiert, ist das das Versprechen eines fluffigen, harmonischen Geschmackserlebnisses, das kaum noch der Zugabe weiterer Zutaten bedarf.

Diese Nahrungsäthetik der Resteverwertung ist hier das Appetit-entscheidende Moment gesunder, vollwertiger, elegant satt machender und nachhaltiger, ergo zukunftsorientierter Ernährung.

 

Bedeutsames “Fact-Sheet” zu verarbeiteten Lebensmitteln

Wenn – geschätzt – 40 Prozent unserer Nahrung durch die Mühlen der Lebensmittelindustrie gehen, müssen die Auswirkungen all der Verarbeitungsschritte und Zutaten auf die Gesundheit eigentlich jeden interessieren.

Ein Team der “University of North Carolina” hat ein “fact-sheet“, das auf der sorgfältigen Auswertung von 198 relevanten “references” basiert, zu diesem globalen Problem vorgelegt. Industrie-Nahrung ist nicht unbedingt gesundheitsförderlich, auch das Gegenteil ist möglich.
Diese Arbeit muss nun nur noch wahrgenommen und verstanden werden, und sogleich folgen die Konsequenzen in Lebensmittelregalen, Tiefkühlern und Küchen! Oder wie?

Oder keine Konsequenzen. Alle Flaschen-fütternden Eltern, die aus freiem Willen so verfahren, werden eine “Gewöhnung an entfremdetes Essen” für ausgesprochen ausgeschlossen halten und das auch vertreten. Dann zu fragen, ob die betreffenden “Fast-food-Verfechter” so denken, weil sie selbst nur Flaschenkinder gewesen sind, kann also unmöglich mit Applaus bedacht werden.

 

Die Zubereitungsart “Dämpfen” (hier im Multicooker) ist schonend und verwässert nicht den Eigenschmack des Gemüses. Damit es nicht allzu fettarm zugeht, habe ich über das Gemüse ein paar Tropfen Olivenöl geträufelt; Salz und Pfeffer, jeweils aus einer Mühle, sollten dezent den Eigengeschmack unterstreichen,  die Tomatensauce war allerdings ein “Fertigprodukt”. 

 

Im Sinne des seriellen Kochens gleich noch einmal gedämpfter Spargel, mit hausgemachten Bandnudeln und Sahne-Blauschimmelkäsesauce.

Für die geneigten Leser*innen werden die hier gezeigten Gerichte ja kaum je zur nachgekochten Wirklichkeit – meist dienen sie, vielleicht, als Anregung, eigene Kreationen zu entwickeln.

 

Hat man schon einmal frischen Nudelteig (übrig), kann man auch schnell mal Maultaschen “zaubern”.
Die Füllung hier: Shiitake-Pilze (klein gewürfelt aus der Pfanne), geraspelter Broccoli, Semmelbrösel, Knoblauch, die Fertig-Tomatensauce mit dem “kleinen Rest” der Käsesauce verrührt und erhitzt.

 

 

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