Perspektiven für "Grünen Konsum" und Nachhaltigkeit – LOHAS-Tagung

Auf ein "gesundes Leben" wird zunehmend geachtet, und auch das Bestreben, die Welt den Enkeln in einer Form zu hinterlassen, dass die Umwelt nicht zerstört wird, verbreitet sich.
LOHAS – "Lifestyle of Health and Sustainability", also "Lebensstil der Gesundheit und Nachhaltigkeit" ist der aus dem amerikanischen gekommene Begriff, der nun auch hier seine Bedeutung erlangt:

Nach der LOHAS-Konferenz im September 2007 hatte Karmakonsum nun wieder zu einem Treffen eingeladen, das Karmakonsum GreenCamp 2008 hat im Frankfurter Ökohaus, auch KA1 genannt, stattgefunden.

Der Begriff „Karma“, der aus dem Buddhismus stammt, ließe sich als Ursache-Wirkungszusammenhang erklären; auch Konsum-entscheidungen haben Auswirkungen; das Motto: Gutes tun beim Einkaufen oder auch „shopping hilft die Welt verbessern" lässt sich auch so ableiten.
Der „Öko-Lifestyle" ist heute „cool", ästhetisiert, also Mode, entsprechend ist die Bevorzugung des hedonistischen Prinzips, könnte man meinen.

Die Themen beim Greencamp waren durch demokratische Abstimmung festgelegt, durch demokratische Abstimmung galt es auch, "NotreferentInnen" zu finden für die Themen, die wegen kurzfristiger Absagen oder wetterbedingter Verspätung ausfallen mussten.

„Web 2.0 – mässig“, mit – „User-generated Content“ also, ein Experimentierfeld: Welche Interessen liegen vor, welche Bedürfnisse, gleichzeitig ein wenig Marktforschung und Kultur des Austauschs. Bei der auch die Pausen ihre Bedeutung haben nach dem Moto „Entdecke die Möglichkeiten".

An Themenvorschlägen herrschte kein Mangel – und innerhalb einer Minute war das angedachte Thema vorzustellen,

wobei sich interessante Effekte von Licht und Schatten ergaben

und auch das Thema "Alchimie . warum bin ich, wie ich bin?" vorgestellt wurde.

Inhaltlich werde ich nun nur über einen Workshop berichten, dessen Thema auch für Blogger als Mediengestalter eine gewisse Relevanz hat und mich ansonsten auf die Darstellung einiger weiterer Impressionen beschränken.

Medien und Nachhaltigkeit

Beim Workshop mit Christian Neugebauer vom "Glocalist" wurde das Thema „Medien und Nachhaltigkeit“ unter der Überschrift „Vom Saulus zum Paulus“ thematisiert.

Die Medienlandschaft macht einerseits immer noch größere Veränderungen durch (Stichwort: Medien 2.0), andererseits sind gerade die größten Medienkonzerne, was Nachhaltigkeit betrifft, nicht einmal ansatzweise nachhaltig orientiert, wo es kritischen Journalismus gibt, besteht der Wunsch, das Thema fertig (kritisch) aufbereitet geliefert zu bekommen.

Beim Weltsozialforum („Eine andere Welt ist möglich“) wird die Rolle der Medien bei der Herstellung von Nachhaltigkeit aufgrund des Rechts auf Information und zu informieren so eingeschätzt, dass den „alternativen“ Medien eine bedeutende Rolle zukommt. (vgl. auch: „brundtland-report“)

Zu den „anderen Medien“ oder „Medien 2.0“ gibt es eine Schätzung, die 65.000 alternative, deutschsprachige Titel annimmt – gedruckt und digital. Die Zahl der täglichen „page-impressions“ oder „Hits“ beträgt demnach an die 200 Millionen, wobei die digitalen Medien gegenüber den analogen um den Faktor fünf oder sechs vorne liegen.

Mit diesem grossen Spektrum eher kleinerer Titel, die aber immerhin jeweils wahrgenommen werden, ließe sich recht gut zielgruppenorientiert arbeiten: Sozusagen auf einer „Ameisenstrasse der Information“, wobei die Nachrichten von der Quelle selbst, kaum durch Vermittlung von Agenturen, kommen.

Je nach Zielgruppe geht es gar nicht darum, „die Massen“ anzusprechen und die Stellung der Massenmedien verändert sich; damit ist die Förderung und der Aufbau der alternativen Medien so wichtig, wie Informationen für die Massenmedien aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen.

Um Waren und Dienstleistungen bekannt zumachen, kann man die Information in einer Geschichte verpacken. Dabei kommt die Frage auf: Wer soll wem und wo die Geschichte erzählen?

Auch, was LOVOS und LOHAS betrifft, wird es darum gehen, eigene Gesichter aufzubauen, eigene „Promis“, die auch Geschichten erzählen können.

Niemand liest gerne Hiobsbotschaften, wenige mögen es, wenn der Teufel an die Wand gemalt wird; Gute Nachrichten sind gute Nachrichten und berichten über Erfolge, sind keine Propaganda.

Die Vernetzung der alternativen Medien ist zwingend.

Verbände, wie auch bei Zeitschriften, sind denkbar. Ein europäischer, oder deutscher Kongress der alternativen Medien sollte die Vernetzung voran treiben.

Werbeagenturen, die auf „green Design“ spezialisiert sind, müssten bei der Gestaltung dieser Medien und der Anzeigen behilflich sein. Nur mit mehreren Schaltagenturen lässt sich die Streuung der Werbebotschaften bis in die kleinen und kleinsten Medien bewerkstelligen. Im Bereich der gedruckten Medien fehlt noch ein alternativer Vertrieb, mit dem neue Medien ihren Weg bis hin zum Bahnhofskiosk finden.

Der Öko-Bereich oder Bio-Bereich hat also einen „Medienauftrag", dem er sich nicht entziehen kann, muss gekonnte Werbung und gekonntes Marketing betreiben.

Sozusagen: Medial nachhaltig denken. Es läuft darauf hinaus, dass in PR und Marketing Medienpolitik betreiben wird.

Unternehmenskommunikation auf neuen Wegen

- Aufmerksamkeit -

http://www.slowmo.eu/

- Pausengespräche -

Neu:

http://karmaklamotten.wordpress.com/

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3 Kommentare zu “Perspektiven für "Grünen Konsum" und Nachhaltigkeit – LOHAS-Tagung”

  1. [...] Tja, KarmaKonsum hat den bisherigen Höhepunkt des Jahres erreicht. Die LOHAS-Konferenz wurde wie es scheint bravourös über die Bühne gebracht. Berichte finden sich auf zahllosen Blogs. Doch wie siehts mit dem Greencamp aus? Kritische Stimme sagen schon, dass es kein ÖKO 2.0 gibt – ist aber auch eine etwas blöde Annäherung, an das, was Web 2.0 mit Ökos miteinander zu tun haben können. Einen konnte ich da natürlich schon ausmachen und weitere werden bestimmt folgen. [...]

  2. Prima, da hast Du einen scharfen Blick; Manche sehen noch nicht einmal, was an diesen Seiten “Öko” sein soll, weil hier nicht immer mit dem Holzpfahl darauf hingewiesen wird.
    Etwas mehr “Community” würde ich mir aber noch wünschen…

  3. Spirulina ist die Zukunft!

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