Hessen: Schwarz-Grüne Gesundheitspolitik

Hessen ist so weit, dass der Koalitionsvertrag veröffentlicht ist. Im Bereich Gesundheitspolitik:

II. Gesundheit: Fördern und erhalten

Die “Auswirkungen des demografischen Wandels, der auch in Hessen eingesetzt hat und das Land in den nächsten Jahrzehnten verändern wird” bedingten “neue Konzepte zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung für alle Menschen in allen Teilen des Landes.”

Insofern wird auch die Telemedizin in den weniger dicht besiedelten Gebieten erwogen – welche, nebenbei bemerkt, auch ohne Koalitionsvertrag sich ihren Weg bahnen würde. Der Blick auf die nächsten Jahrzehnte mag vorbildlich sein (oder erschreckend, je nach Perspektive); eigentlich sollte es um das Konkrete der nächsten fünf Jahre gehen. Wir finden aber weher Allgemeines:

Gesundheit bedeutet aber weit mehr als die Gewährleistung umfassender medizinischer Versorgung.

Unser Ansatz umfasst gute Arbeitsbedingungen, medizinische Vorsorge, eine bewusste und gesunde Ernährung sowie gesundheitliche Aufklärung und Bildung für Menschen jeden Alters.

“Aufklärung und Bildung” ist zunächst einmal von “Erziehung” grundverschieden, und “Erziehung durch die neue Landesregierung” wäre wohl eine Katastrophe.

Trotzdem wird dieser Punkt (vielleicht, wenn er nicht im Sande verläuft) noch spannend:

Im Bereich Adipositas etwa haben bisher alle Aufklärungsbotschaften ihr Ziel verfehlt, und es würde an ein Wunder grenzen, wenn schwarz-grüne Gesundheitspolitik hier in den nächsten Zeit signifikante Erfolge erzielte. Vielleicht sind die Übergewichtigen jeglichen Botschaften gegenüber resistent, vielleicht braucht es nur die geeigneten Maßnahmen,  gewisse Maßnahmen schmackhaft zu machen, vielleicht neben mehr Selbstverantwortung auch mehr gesellschaftliche Verantwortung.

Das Stichwort “Gesundheitliche Bildung in Selbsthilfe” habe ich im Konzept leider nicht gefunden

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