Adblocker

Werbung im Internet nervt, finden so einige Surfer, und schalten sich eine Software, die die Anzeigen blockiert. Bei meedia.de beschreibt ein Artikel, wie einige Zeitschriften für ihr Online-Angebot ihre Leser anbetteln, doch jeweils in ihrem speziellen Fall eine Ausnahme zu machen


„Schalten Sie bitte den Adblocker auf unseren Seiten ab!“. Bei den Nachrichten-Portalen soll die Technik mittlerweile bei rund 25 Prozent aller Seitenabrufe das Einblenden von Bannern und anderen Werbeformen verhindern. Damit bedrohen die Adblocker eines der wichtigsten Einnahme-Felder der Web-Dienste: die Vermarktungserlöse.

Die unbedarften Leser (Surfer) empfinden so etwas als Zumutung, meinen wohl noch, allein, weil sie Werbung anschauen, bekomme die Seite einen Obolus, und es wird Karl Marx zitiert:

13.05.13 14:49

Udo Meurer

“Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.”
Karl Marx

Das muss ein Zufallsfund gewesen sein: Ein Zitat mit Marx + Presse. Nur, dass das nicht so recht in den Zusammenhang passt; von den Ad-Blocker sind auch Andere betroffen, und wenn man die Werbung diskret an den Rand setzt, wie bei Portionsdiät.de, wird sie kaum angeklickt; Was meint Uwe wohl zu der Frage, ob nicht auch ein einfacher Blogger gern etwas “verdienen” möchte?

Warum wohl setzt die TAZ ihre “pay-wahl” ein – einen recht diskreten und einleuchtenden Appell?

Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.

Die Sache mit der Gewerbefreiheit ist ansonsten eher komplex und mal in der Rheinischen Zeitung dargestellt worden; eigentlich war die Pressefreiheit gemeint [71] – “Der Schriftsteller muß allerdings erwerben, um existieren und schreiben zu können, aber er muß keineswegs existieren und schreiben, um zu erwerben.”

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