Ein menschenfreundlicher Abgeordneter

Er könne es nicht ertragen, „dass hochwertige Lebensmittel einfach so vernichtet werden“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer der Bild-Zeitung am Freitag und schlug vor, sie an Bedürftige zu verteilen. Zuvor hatten bereits mehrere Hilfsorganisationen in Frankreich ihre Bereitschaft signalisiert, die aus dem Handel genommenen Fertiggerichte an Arme auszugeben.

Was unter der Überschrift “Armenspeisung mit Pferdefleisch” in der Zeitung steht, liest sich auf der Fischer-Homepage so:

… Hartwig Fischer befürchtet eine unnötige Vernichtung der im Zuge des „Pferdefleisch-Skandals“ aufgrund von Falschdeklarierung eingezogenen Lebensmittel und fordert die Nahrungsmittelbranche auf, die Lebensmittel an bedürftige Menschen abzugeben.
Hartwig Fischer: „Ich appelliere an die Branche die eingezogen Lebensmittel nicht aus vorauseilendem Gehorsam und Panikmache zu vernichten. Es handelt sich bei den in Deutschland gefundenen Artikeln um qualitativ hochwertige und nicht gesundheitsgefährdende Lebensmittel. Diese sind umfassend weiter für den Verzehr geeignet!“.
In Deutschland sind unter anderem ca. 1,5 Millionen Menschen auf die Hilfe der Deutschen Tafel e.V. angewiesen. Diesen Menschen und Hilfsorganisationen könnten die eingezogenen Lebensmittel nach einer Neudeklarierung zur Verfügung gestellt werden.
„Es darf nicht sein, dass es in Deutschland Bedürftige gibt und gleichzeitig in großem Umfang hochwertige Lebensmittel vernichtet werden. Die Nahrungsmittelbranche sollte die notwendigen Schritte dazu einleiten.“, so Hartwig Fischer abschließend.

Das Wort “Stigmatisierung” ist dem Abgeordneten wohl völlig unbekannt, und es erscheint sinnlos, ihm erklären zu wollen, was es bedeutet. Wie die Dinge stehen, ist das auch eine Erfahrung, die er nie machen wird.

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