Diät im Fernsehen – Das Erste, die ARD

Tim Mälzer, Fernsehkoch, durfte eine Sendung über den Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit machen, und

innerhalb von 45 Minuten schrumpfen alle Regeln rund um das Essen zu einer einzigen zusammen: Achte auf die Kalorien! Alles andere ist bei einem gesunden Menschen zunächst vollkommen egal. Da können es auch täglich fettige Burger und Pommes sein. Solange die Menge stimmt, wird es die Gesundheit auch langfristig nicht beeinflussen. (Quelle)

Wobei es natürlich sich so verhält, dass Hamburger und Pommes nicht für längere Zeit satt machen; es gibt auf diesem Sektor Produkte, die überhaupt nicht satt machen, und vielleicht empfinden Schlanke, die mit fast-food schlank bleiben, ja einfach unterdurchschnittlich, wenig Hunger. Was aber niemand überprüfen kann, denn messen lässt sich vielleicht Blutdruck und Cholesterinwerte, nicht aber Sättigung und Hunger, die subjektiv erlebt und angegeben werden.

Mittelmeer-Diät, Hausmannskost oder Fast-food?

Ein recht merkwürdiger Versuchs wurde durchgeführt: Drei Gruppen von Testpersonen wurden vier Wochen lang mit je 2.500 Kcal der obigen Lebensmittel-Gruppen versorgt. Volumen und Gewicht der “Diät” war natürlich bei der Fast-foo-Gruppe am geringsten, weil dort die Energiedichte höher ist. Das Ende vom Lied:

Keiner der Parameter, die für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich gemacht werden, ist auch nur annähernd auffällig. LDL- und HDL-Cholesterin, Homocystein, Lebwerwerte, Blutzuckerspiegel und die Nierenfunktion haben sich in allen drei Gruppen kaum verändert.  Bei der Fastfood-Gruppe sind die Werte sogar besser geworden. Auch Vitamine gibt es mit der vermeintlich ungesunden Diät genügend.

Nun, das Motto hieß ja auch: “Iss, was du willst – aber zähle die Kalorien”. Vielleicht ist es der gleiche Unterschied wie bei der Kleidung: Kleidung von der Stange hält auch warm und ist einigermaßen zweckmäßig, hält aber im Vergleich mit  maßgeschneiderter Kleidung nicht stand.
Maßgeschneidertes Essen setzt – wenn man keine häusliche Köchin hat – aber einige Kenntnisse voraus – und macht Arbeit. Nebenbei: Wer sich zu Hause eine Tiefkühlpizza aufbackt, steht nicht unter der Kontrolle im Zusammenhang eines wissenschaftlichen Tests, isst also unter Umständen mehr. 

Ebenfalls im “ERSTEN” können wir uns noch etwas zur “Klima-Diät” zu Gemüte führen; hier geht es darum, wie wir den Kohlendioxydausstoff, der im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion anfällt, reduzieren können. Regionale Produkte kaufen ergibt kürzere Transportwege und somit weniger Energieverbrauch. Einkaufen-Fahren mit dem Auto erhöht ihn, pro Lebensmitteleinheit, gewaltig. Aber das ist wohl eine Frage der Mentalität und der Stadtplanung, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des politischen Willens.

Zu **Ernährung und Ökologie ist kürzlich ein interessantes Buch erschienen; vielleicht kann ich es demnächst hier vorstellen.

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2 Kommentare zu “Diät im Fernsehen – Das Erste, die ARD”

  1. Hallo Klaus-Peter Baumgardt!

    Manchmal stellt sich wirklich die Frage, was ist wahr und was nicht. Mir geht es sehr gut mit der Reduzierung der Kohlenhydrate, des Übermaßes an Süßigkeiten und Süßgetränken. Es hat zwar anfangs gedauert, bis ich mich an die neuen Essgewohnheiten gewöhnen konnte. Dennoch war es der richtige Weg für mich. Ein wenig Sport. Das Verhältnis Kohlenhydrate und Fett optimieren. So kann ich wunderbar mein Gewicht halten oder reduzieren. MfG; Jens

  2. Hallo, Jens,

    Wenn Du doch Deine Methode gefunden hast, brauchst Du Dir auch nicht mehr viele Fragen dazu stellen.
    Was Du beschreibst, würde sicher auch bei anderen funktionieren – aber dazu gehören ja ganz viele Einzelentscheidungen – glaube ich – bis man auf ganzer Linie zu neuen Essgewohnheiten gekommen ist.
    Vergessen wir auch nicht die Trinkgewohnheiten – soll ja auch eine Rolle spielen.
    Von dem Übermaß an Zucker und Süßgetränken wegzukommen: Toll, dass Du es geschafft hast.

    LG

    Klaus-Peter

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