Warum nehme ich nicht ab? Frag’ einfach Professor Dr. med. Achim Peters

Ehrlich gesagt: Die Theorie vom selbstsüchtigen Gehirn find’ ich recht kompliziert, und bei der Erklärung derselben fällt es schwer, zu folgen:


“Das Gehirn beansprucht immerhin die Hälfte des täglichen Glukosebedarfs: zwischen 80 und 140 Gramm Zucker am Tag. Unter Stress fordert es sogar bis zu 90 Prozent.”

Eigentlich dachte ich ja, der Energiebedarf des Gehirns sei eher gleichbleibend, ob mit anstrengendem Denken beschäftigt oder nicht. Wenn das Gehirn fallweise so viel mehr Energie verbraucht, müsste es ja heißlaufen…

Aber weiter:

… in bestimmten Fällen gerät das Gehirn außer Kontrolle. Ursachen hierfür können Alkohol, Medikamente, Hirntumore oder defekte Gene sein. Statt den Zucker in den Kopf zu transportieren, wird dieser gespeichert. Das Gehirn sucht in diesem Fall nach einer anderen Energiequelle: Heißhungerattacken könnten die Antwort sein. Und dass, obwohl der Körper genug Vorräte hat. Betroffene nehmen zu und entwickeln möglicherweise auch einen Diabetes Typ 2. (Quelle)

Beim Deutschlandradio liest sich das so:

Neben organischen Komplikationen ist vor allem der epidemische Stress unserer modernen Lebensweise häufig dafür verantwortlich, dass die Glukose im Körper steckenbleibt, anstatt das Gehirn zu versorgen. Infolgedessen "bestellt" das Gehirn immer weiteren Nachschub – und der betroffene Mensch führt sich zu viel Nahrung zu. Häufig ist das Geschehen mit Stimmungstiefs bis hin zu Depressionen verbunden. Wer sich mit Alkohol oder überreichlichem Medienkonsum aus der emotionalen Patsche zu helfen versucht, befeuert den Teufelskreis aus Kalorienzufuhr, mangelnder Bewegung, schlechter Stimmung und gestörter Hirn-Körper-Kommunikation nur noch weiter.

Da läge doch der Gedanke an Bewegung und Entspannung nahe…

Dass Alkohol den Geist (Verstand) benebelt und außer Kraft setzt, ist ja bekannt. Für den überreichlichen Medienkonsum dürfte das Gleiche gelten.
Die “emotionale Patsche” entsteht auch auf andere Weise im Gehirn: Schädliche Gedanken, Grundüberzeugungen, “maligne Introjekte” oder “Einflüsterungen” sind am Werk.

Im Schlussteil des Buches erteilt der Autor kalorienreduzierten Diäten eine deutliche Absage. Übergewichtige müssen lernen, ihre Gefühle wieder zu spüren und auf sie zu hören; …

Von der Erforschung des Hungerstoffwechsels bis zu dieser Erkenntnis war es wohl ein weiter Weg.

Zum Experten-Chat bei diabetesde.org

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2 Kommentare zu “Warum nehme ich nicht ab? Frag’ einfach Professor Dr. med. Achim Peters”

  1. [...] Peters’ vorletzte Zwischenüberschrift lautet [...]

  2. [...] Beobachtung am Rande: Das egoistische Gen ist eine Dawkins-These, das egoistische Gehirn stammt von Achim Peters. Ein Unterschied von drei Buchstaben ergibt schon einen großen [...]

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Frische Kommentare

  • Evelin: Hallo Klaus-Peter, wieder ein sehr nachdenklicher, gefühlvoller Artikel mit tollen...
  • Bert: Es ist doch immer wieder interessant, auf welche Diät-Angebote manche Leute kommen!
  • Tamara: Vorab viele Dank für den unterhaltsamen Beitrag. Märchen im Biomarkt und Männer in der...
  • Wolfgang Pelz: Bei der Lebensmittelgrundver sorgung, wie du sie vorschlägst, liegen die...
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