Die normale Adipositas, das ganz normale Übergewicht – und alle Anderen sind magersüchtig!!

Es wäre ganz praktisch, wenn wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen könnten – statt dem Affen- oder Kasperltheater um Transit-, Anker- und Meditationszentren für Asyl-Touristen zwischen verfremdeten Christenparteien mehr Aufmerksamkeit zu widmen, als die Sache wert ist.

Da werden trotzige Machtkämpfe von veralteten Positionen aus geführt – Bayern ist nicht mehr einer von 11 Bundesstaaten, ist als “einer von 16″ relativ bedeutungsloser geworden, will aber 100 mal mehr Einfluss, als ihm zusteht – und das Glück der “C-Schwestern”, sich bei irgendeiner Art von Deportierung gemeinsam verhalten zu wollen, verkennt den in dieser Diskussion ausgeschlossenen Koalitionspartner, der auch mal irgendwie mitbestimmen will.

Nur: Es wird in einem global “ungerechten” System keine richtigen Lösungen geben, vielleicht noch die Wahl zwischen diversen Übeln, zwischen Egoismus und Ich-Bezogenheit vielleicht, denn Sankt Martin ist “nur” ein Mythos.
An vorderste Front bei der Flüchtlingsdiskussion würde der Minister für Entwicklungshilfe gehören, um Perspektiven aufzuzeigen, wie den Fluchtursachen entgegengewirkt werden könnte – aber Deutschland verfettet!

Behalten wir das mal im Hinterkopf, und dass auch eine einst linke Tageszeitung nur noch mit BILD-gemäßen Schlagzeilen schockieren möchte, mit am medialen Rad der Nervenüberreizung dreht…

Zum Ausgleich gibt es im TAZ-Shop beruhigende Tees zu kaufen, und auch ein Wunderpulver, ein Superfood – Moringa!

Das gibt es zwar in anderen Läden für weniger als die Hälfte, dennoch zeigt das Beispiel, dass hier Arbeitsplätze geschaffen werden können – ein Minus für die Fluchtursachen. Und: Mit Moringa in der Suppe ist jede Mangelernährung ausgeschlossen – allerdings handelt es sich um die Blätter eines langsam wachsenden Baumes, der zwar robust ist, aber eher heute als morgen gepflanzt werden muss.

Wenn die Schweiz eine Nation im Wohlstand geworden ist, weil sie ihre regionalen Produkte, Schokolade und Käse, in alle Welt exportiert, müsste das auch in Mali mit Moringa funktionieren!

 

Auch kann die hiesige Adipositas, da sie lediglich durch stark gezuckerte Limonaden verursacht ist, ganz einfach und radikal bekämpft werden: Mit “Low-sugar-Sodas”, mit fast ungezuckerter “Limo”, an die man sich schnell gewöhnt. Ich habe da schon mal etwas angesetzt:

Leider ist es schier unmöglich, mit anderen Hafer-Kwass-Produzenten einen Erfahrungsaustausch zu betreiben, denn es gibt sie augenscheinlich nicht hierzulande. Das ändert sich vielleicht, wenn ich versichere, dass der Versuch lohnt.

Informationen zu Hafer gibt es im Hüttenhilfe-Lexicon, eine Liste der Vorteile des Hafers bei der Portionsdiät.

Hafer wirkt nervenstärkend und kann helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Die Inhaltsstoffe sind im Hafer-Kvass gelöst – so gestärkt, könnten wir uns der Lösung unserer Probleme zuwenden.

Dass der Geschmack von Speisen und Getränken unsere Verfasstheit beeinflusst, ist jetzt wissenschaftlich erwiesen – der Link war auf “Melas Montag” zu finden. Ich fasse mal zusammen: “Sauer macht (unternehungs-) lustig” ist jetzt bewiesen, wobei die Stimmungsbeeinflussung bei Milchsaurem einem anderen Wirkungskreis zugehörig sein dürfte.

Für Zucker gilt das “macht munter” nicht, süß macht nur dick und Lust auf mehr süß; der Spruch “Zucker ist Nervennahrung” dient der Verleugnung des Suchtmechanismus, der hier greift.

Eine Prise Zucker war auch an der Salatsauce zu diesem Eisberg-Handkäse-Radieschen-Zwiebel-Ei-Salat. Die Sauce: Viel dicker Kefir, etwas Essig & Öl, etwas Mango-Chutney, Habanero-Sauce, Salz mit dem Mixstab vermengt, und Radiechen, Käse und Zwiebel schon mal eine Weile darin mariniert.

 

Adipositas ist also mit einer Suchtproblematik verbunden:

Essen macht glücklich, im Normalfall jedenfalls. Jedenfalls, wenn es gut schmeckt. Im Normalfall kann die Sättigung zu dem Glücksgefühl, satt zu sein, führen…

Dann kommen wir mit Menschen, die in gewisser Weise unglücklich sind, zusammen:

“Das Glücksgefühl wird dauerhaft gesucht. Wird es aber zu oft und zu intensiv befriedigt, stumpft der Mensch abund kann auch bei größeren Mengen keine Zufriedenheit mehr empfinden. Er verlangt nach noch mehr. Die Abhängigkeit wird bei allen Suchtkranken – auch bei Menschen mit Fettsucht – durch Dopamin gesteuert. Es treibt die Betroffenen an, macht ihnen Druck, mit den für sie ungesunden Gewohnheiten weiterzumachen. Die Salzburger Psychologin Elisabeth Ardelt-Gattinger hat schon mehrfach auf das Problem hingewiesen und bemerkte die Schwierigkeiten bei der Heilung. Patienten mit Fettsucht könnten nie “trocken” oder “clean” sein wie Alkohol- oder Drogenkranke, denn essen muss jeder.”

Letztlich wissen wir nicht viel über Sucht, vielleicht, dass es “sinnlose” Teufelskreise gibt wie “Ich trinke, um zu vergessen, dass ich mich schäme, weil ich trinke…”. (So der Trinker im “kleinen Prinz”)

Hier geht es um Vergessen und Scham, um schmerzliche Empfindungen, Gedanken, die ausgeblendet werden sollen, um “Betäubung”.

Die Blumenampel an der Laterne soll das Stadtbild und hier auch den Artikel auflockern – eines so fragwürdig wie das Andere…

 

In den 1950-er Jahren hat man starke Drogen im Tierversuch untersucht:

Ratten in der Skinner-Box “dopten” sich zu Tode; wobei man wissen muss, dass der Rattenkäfig, der mit Futter- und Wasserautomat sowie einer Taste für Extra-Morphin ausgestattet ist, die Ratte zugleich einer sozialen Isolation unterzogen hat.

Die “Erkenntnisse” aus den Tierversuchen:

“Morphin (Heroin, was Du willst… ) macht mit Sicherheit und blitzschnell abhängig. Deshalb muss der Stoff verboten werden und die User werden mit Gefängnis bestraft”.

Das begründete die Drogenpolitik und -Kriminalität; aus der Alkohol-Prohibition hat man bis heute nichts gelernt, außer den Alkohol zu bewerben.

Ein späteres Experiment erlaubte den freien Rauschmittelzugang auch – allerdings in enem geräumigen Gruppenkäfig mit viel Spiel- und Austauschgelegenheit; hier wurde die “Rausch-Taste” nur noch gelegentlich genutzt, und die Ratten bevorzugten eindeutig das unbehandelte Wasser.

Man könnte also folgern, dass die Gestaltung der Umwelt, des sozialen Umfelds, einen entscheidenden Einfluss auf den Umgang mit Suchtphänomenen hat – und bei der Heilung der Adipositas-Formen, die mit “Sucht” zusammenhängen.

 

Dann gilt es noch einen “Doccheck”-Artikel einzugehen:

Hier geht es um die Gewöhnung an die füllige Körperform, an das “Nicht-mehr-wahrnehmen”, dass Frau Nachbarin aus dem Leim geht, um body-aceptance und “Ich steh zu meinem Körper”, das von gefeierten full-size-models noch gefördert wird.

Im reichlich gefüllten Kommentarfeld fand sich auch dieser “Leserbrief” von Prof. Dr. Peter Koeppe:

“… Der Mensch ist vermutlich evolutionär geprägt zu futtern, solange Essbares zur Verfügung steht, was vermutlich selten genug der Fall war. So gesehen, ist die Neigung, mehr und häufiger zu essen als notwendig, eine „natürliche“ Verhaltensweise, was die Schwierigkeit ihrer Überwindung erklären mag.

Hier sei ein m. E. wichtiger Begriff ins Spiel gebracht, den man leider in diesem Zusammenhang nur selten erwähnt findet: Die Gewohnheit.
Niemand wird behaupten wollen, dass Rauchen „an sich“ lebensnotwendig ist. Wer sich allerdings erst einmal daran gewöhnt hat, wird mit gewisser Berechtigung sagen können, dass er ohne Zigarette „nicht leben“ kann – die Gewohnheit hat zur Sucht geführt. Der einzig sichere Schutz gegen eine solche Entwicklung ist der, erst gar nicht mit dem Rauchen zu beginnen.
Diese Möglichkeit hat der Mensch in Bezug auf das Essen offensichtlich nicht, so dass der Kampf gegen Adipositas in jeder Hinsicht weitaus schwieriger ist als der gegen das Rauchen.
Der Mensch kann sich zwar das Essen nicht abgewöhnen, wohl aber das „zu-viel“: Er sollte sich angewöhnen(!), gedanklich stets eine Art Bilanz zu ziehen, indem er z. B. nach einem reichlichen Mittagessen darauf verzichtet, abends eine zweite warme Mahlzeit zu sich zu nehmen, weil er es so „gewohnt“ ist.
Und auch das übliche Käsegebäck beim abendlichen „Tatort“ muss nicht sein.

Zugegeben: Einfach ist angesichts unserer Prägung der Verzicht nicht. Aber vielleicht ist Marc Aurel ein Ansporn, der vor fast 2000 Jahren konstatierte: „Drei Teile sind es, woraus du bestehst: Körperliches, Seelisches, Denkvermögen. Von diesen sind die beiden ersten nur insoweit dein, als du für sie zu sorgen hast; der dritte Teil aber ist vorzüglich dein Eigentum.“ (Selbstbetrachtungen; XII, 3.)
Machen wir also Gebrauch von unserem „Eigentum“, dem Denkvermögen, anstatt faule Ausreden zu erfinden.”

Mal sehen, mit welchem Stift wir was anstreichen, beim sach- und fachkundig erstellten Text…
 

Hier kann sich wieder jeder aussuchen, was er will – ob die “Prägung” evolutionär oder “einfach so” angelegt ist, wann sie stattfindet (im Fall der Graugans jedenfalls im Moment des aus-dem-Ei-schlüpfen), wie groß die Macht der Gewohnheit ist, und auch, wie weit die Macht des Geistes, der Denkfähigkeit geht – denn da gibt es auf Seiten der Psyche auch die so unangenehme Instanz wie – populär gesprochen – “den kleinen inneren Schweinehund”, der ja nur eine Neufassung des Teufels ist, oder, in der Sprache der Psychoanalyse, des malignen Introjekts.

Es gibt Prägungen des Geruchsinns, optische Prägungen und Prägungen des Geschmackssinns, und “früher”, in der Vorzeit, als Mensch das Feuer hüten konnte, ist sicher kein Steinzeitmensch bei Lust und Laune mit einer Hähnchenkeule bewaffnet an die Feuerstelle getreten; gerade um den Herd herum war im Interesse des Überlebens der Gruppe alles “bestens geregelt” – vermutlich.

Das Suchspiel, zur Auflockerung: Wo ist die zweite Bank?
 

Es gibt bei der Sucht – wahrscheinlich immer – den Aspekt des “Vergessen-Wollens” und den “tiefen” Gewöhnungseffekt. Schmerzhaftes ausblenden kann man unter Betäubung oder in Trance – und Betäubung und Trance zu erreichen, wird auch das Ziel des Suchtstoffkonsums sein. Wie in Trance laufen auch die Fressanfälle ab…

 

Ob die dann immer einen Grund haben? Nach dem bisher gehörten wäre das “die Gewohnheit“, von Schmerz und Leid war auch die Rede, von Verwöhnung und großen Ansprüchen noch nicht.

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