Sucht-Jahrbuch 2013 zu Aufputschmitteln, Alkohol und anderen Rauschmitteln

Die deutsche Hauptstelle für Suchtgefahren (DHS) in Hamm, ein Dinosaurier unter den Warnern vor den Gefahren der Sucht, hat mal wieder ein Jahrbuch herausgegeben.

Grenzwerte für einen relativ risikoarmen Konsum sind ca. 12 g reiner Alkohol/Tag für Frauen und 24 g/Tag für Männer. Ein kleines Glas Bier (0,3) enthält ungefähr 13 g reinen Alkohol, ein Glas Wein (0,2) ungefähr 16 g. Dies gilt jedoch nur für gesunde Erwachsene.

Nun könnte man meinen, ein Mann, der 0,3 Liter Wein am Tag trinkt, sei (noch) auf der sicheren Seite, aber die Hammer Dinosaurier finden auch hier eine Möglichkeit, dem Konsumenten eine Selbst- und Fremdgefährdung zu attestieren.

Im Straßenverkehr seien 400 Tote jährlich im Zusammenhang mit Alkohol gestorben – das alles wird quer Beet vermengt, und die eine Milliarde, die die Alkohol-Industrie für Werbung ausgibt, stehe 26,7 Mrd. Euro an Behandlungs- und weiteren Folgekosten der alkoholbedingten Erkrankungen gegenüber. Man fordert also zuerst einmal Steuererhöhungen…

Übertrieben sei jedoch die Angst vor Aufputschmitteln:

"Das Bild von Crystal Meth ist in den Medien oft sehr skandalisiert dargestellt", sagt Gabriele Bartsch von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. "Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber." Längst nicht jeder, der einmal "Crystal", sprich Methamphetamin, konsumiere, werde davon süchtig. "Man muss bedenken, dass es ganz unterschiedliche Konsumentengruppen gibt", betont Bartsch. Die einen wollten bloß einmal Party machen, die anderen hätten vielleicht tiefer liegende Probleme und damit ein höheres Suchtrisiko. (Quelle)

Beim Ranking schneidet Alkohol auch anderenorts mit hohen Gefährdungswerten ab; der Umgang mit der Droge ist allzu oft riskant und nicht gekonnt.

 

Häufig wird die Gefahr, die von Drogen ausgeht, selten gesehen; so ist erst seit kurzem aufgefallen, dass Cannabiskonsum die Herzinfarktraten nach oben treibt.

Völlig unverständlich bleibt jedoch, dass die Hauptgeschäftsstelle, wie mit Blindheit geschlagen, die Fettsucht völlig außen vor lässt.

Mit dem Suchtpotential des Kaffees hat man sich aber auch schon längst abgefunden…

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  • Evelin: Hallo Klaus-Peter, wieder eine Beitrag zum Nachdenken und Nachkochen. Ich werde mal den...
  • Marco: Hallo, anscheinend bin ich eine der wenigen Ausnahmen, aber bei uns zu Hause koche ich,...
  • Evelin: Hallo Klaus-Peter, …..ich hatte Zeit, Deinen wunderbaren Artikel zu lesen. Er macht...
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