Frank Ulrich Montgomerys Problembewusstsein

Bei der Welt heute mal wieder die nicht ganz frische Meldung, dass Armut dick macht. Das unter Berufung auf einen Focus-Artikel, der aber nicht verlinkt ist. Das ist merkwürdig oder schlampig. Dann kommt der ganz dicke Hund:

 

Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sagte, in der Öffentlichkeit und bei den Betroffenen müsse endlich ein Bewusstsein für das Problem geschaffen werden: Die besten Vorsorgeuntersuchungen nützten nichts, "wenn die Eltern weiter rauchen, zu viel und falsch essen, zu viel trinken und sich zu wenig bewegen".

Dabei ist anzumerken, dass Raucher durchaus ein Problembewusstsein haben, Dicke unter ihrem Übergewicht leiden – oder an den Folgen – und auch nicht problemunbewusst sind, sondern lediglich keine Lösung wissen.

Das mangelnde Problembewusstsein ist also nicht das Problem – das Problembewusstsein ist so ausgeprägt, dass es verdrängt wird. Aus diesen Mechanismen herauszukommen, braucht Hilfestellung. Nur, von wem soll sie kommen, wenn dem Arzt nur noch einfällt:

"Es ist eine Schande, dass die Lebenserwartung in unserem reichen Land schichtenabhängig immer noch um bis zu elf Jahre differiert."

Nebenbei bemerkt: “Dicke leben länger” ; so ist jedenfalls ein Welt-Artikel überschrieben. Schizophrenogene Paschalisierungen?

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