kurz notiert

Apfel-Essig-Gelee

Ein Apfel-Essig-Gelee kann man selbst machen. Wie, zeigt die Hedonistin.
So ist das nun mal: Ich sammle (fast) Alles über Essig

Böse Spelzstoffe

“Selbst Vollkorn-Produkte haben mittlerweile ihren früheren Nimbus des Gesunden verloren: die Spelzstoffe des Getreides dienen dazu, den Nachwuchs – das Getreidekorn – zu schützen, indem die Verdauung so schwer wie möglich gemacht und die Darmschleimhaut des Fressfeindes so weit wie möglich geschädigt wird, um ihm den Appetit zu verderben.”

Nein, niemand weiß, was gesundes Essen ist, und manche wissen nicht, dass Getreide vor dem Mahlen gedroschen wird.
Dass Spelzen mit verbacken wurden, ist in der Hard-core Öko-Bäcker-Szene der ersten Stunde gelegentlich vorgekommen. Diese Zeit haben viele noch in schlechter Erinnerung, die sich an den Kastenbroten mit backsteinartiger Konsistenz die Zähne ausgebissen hatten.
Und schlechte Erinnerungen vererben sich erstaunlich gut.

Nestlé zittert schon vor foodwatch

“Es soll kein Kritiker sein neben uns” – das könnte die Haltung von foodwatch charakterisieren: Man nimmt sich die Nestlé-Müsli-Packung von vorne und hinten vor, und tut so, als hätte man die Kritik an den Werbebotschaften erfunden.
Dabei ist genau das ein alter Hut, nur neuerdings nicht mehr als animiertes GIF (2001) gestaltet, sondern noch viel schöner(?) animiert…

Dieser Hinweis nur mal für den unwahrscheinlichen Fall, dass Herr Bode sich in dieser Hinsicht als Pionier darstellen möchte. Nett, wenn er eine Ampel fordert und den Zuckergehalt kritisiert, aber blind, nicht die überzogene Warenästhetik, die den Körper zur Ware macht, anzusprechen.

Man kann sich sein Müsli doch auch selbst machen, und denen, die das nicht glauben, zeigen, wie es geht. Das ist dann wirksamer, als eine Protest-e-mail. Glaube doch niemand, in der Nestlé-Verwaltung hätten die Damen und Herren nichts besseres zu tun, als diese mails auszudrucken und abzulegen.

Und schließlich hat Nestlé inzwischen dazugelernt und verkündet eine tiefe Weisheit: “Die Wunschfigur, die bleibt”. Zwar unerreicht, nicht nur wegen dem Zucker im Müsli, aber sie bleibt.
Wahrscheinlich weil sie propagiert wird, nicht mehr wie zähes Leder, flinke Windhunde und hartes Eisen – nöh, “bloß” Holly – oder Bollywood.

via amapur

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