Zahlen: Unterernährung und Landraub

Das Statische Bundesamt(Wiesbaden) hat am 15. dieses Monats bekannt gegeben:

Welt­weit 842 Milli­onen Men­schen un­ter­er­nährt


WIESBADEN – Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) waren im Zeitraum 2011 bis 2013 weltweit 842 Millionen Menschen chronisch unterernährt, darunter 827 Millionen Menschen in den Entwicklungsländern. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober mit.

Vom gleichen Datum eine Meldung des BMELV:

Zahl der Woche

Für rund 40 Prozent der Weltbevölkerung stellen Böden die unmittelbare Existenzgrundlage dar. Dies gilt besonders für Gebiete, die durch kleinbäuerliche Landwirtschaft geprägt sind. Für die ländliche Bevölkerung ist der Zugang zu Land essenziell zur Einkommens- und Ernährungssicherung.
Die Voraussetzung dafür, dass Land verantwortungsvoll genutzt werden kann ist eine gerechte Bodenpolitik. Daher haben die 124 Mitgliedsstaaten des Welternährungsausschusses der Vereinten Nationen (CFS) in Rom vor einem Jahr die "Freiwilligen Leitlinien zur verantwortlichen Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern" beschlossen. Diese Leitlinien sind das erste völkerrechtliche Instrument, das sich mit den politisch sensiblen Fragen des Zugangs zu der natürlichen Ressource Boden befasst und jetzt weltweit Anwendung finden wird.

Mit einer Leitlinie ist dem “Land-Grabbing” wohl nicht beizukommen. Wenn Konzerne Land aufkaufen, Regierungen sich nicht ganz uneigennützig in der “Entwicklungshilfe” betätigen, um Rohstoffversorgung zu sichern, wird den genannten Kleinbauern ihre Existenzgrundlage genommen.

Der weltweite Hunger (und auch in den “entwickelten Ländern gibt es ihn) ist nicht wegen zu wenig vorhandener/produzierter Nahrung verursacht, sondern durch die falsche Verteilung. Wirksamer (insofern, als er immerhin wahrgenommen wird) Protest ist schon mit geringem Aufwand möglich.

Gerechtigkeit und Chancengleichheit sind aber noch eine reine Utopie.

 

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