Montag, Aidstag, Mittwoch…

Die Betrachtungsweise bei der AIDS-Problematik verschiebt sich: In einem Artikel der DW wird gleich zu Anfang auf den internationalen Aspekt hingewiesen: “Der deutsche Gesundheitsminister Philipp Rösler rief zur internationalen Solidarität mit den Aids-Kranken in aller Welt auf. “


"Die am stärksten betroffenen Länder sind bis heute nicht in der Lage, die Aids-Epidemie aus eigener Kraft wirksam zu bekämpfen", betonte die Geschäftsführerin des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in Deutschland, Regine Stachelhaus. Es sei zu befürchten, dass die weltweite Wirtschaftskrise die Auswirkungen der Aids-Epidemie auf Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern sogar noch verschärfe.

Derzeit leben weltweit mehr als zwei Millionen Kinder mit dem tödlichen Virus, im vergangenen Jahr starben 280.000 Kinder an den Folgen von Aids. Schätzungsweise fast 18 Millionen Kinder haben einen oder beide Elternteile durch Aids verloren.

Es fehlt Geld für Präventionsmaßnahmen:  Mm südlichen Afrika, hat es  im Jahr 2008 mehr als 70 Prozent aller Neuinfektionen gegeben, starben drei Viertel der jährlich zwei Millionen Aids-Opfer. 

Mehrere Hilfsorganisationen drängen zudem auf einen verstärkten Kampf gegen sexuelle Gewalt und die Diskriminierung von Mädchen und Frauen. "Nur wenn sie keiner Gewalt ausgesetzt sind und ihre Sexualität selbst bestimmen, können sie sich, ihre zukünftigen Partner und Kinder wirksam vor HIV schützen", sagte etwa die Geschäftsführerin von "Plan Deutschland", Marianne Raven.

Da könnte unsere Aids-Hilfe sich mal in Sachen Internationalismus betätigen. Was weitere Aufklärung angesichts der  jährlich 3000 Neu-Infizierten hierzulande noch nutzen soll, bleibt fraglich. Vielleicht wär es mal angesagt, statt gegen AIDS für eine erfüllte, “reichere” Sexualität zu kämpfen.

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