Wollen, Können und Verwandeln – vom Abnehmen, der magischen Drei und der Liebe zur Küche
Geschrieben am 6. November 2026 von KPBaumgardt
Zur „Wissensvermittlung“ rund ums Gewicht zählen auch Erfolgsrezepte wie „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“ – damit werden sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene malträtiert.
Regelmäßig erscheinen in den ’social media‘ Vorher-Nachher-Bilder, an Verschlankungs-Vorbildern herrscht ein Über-Angebot. Im Zweifelsfall wird mit „Er/sie könnte ja, wenn er/sie nur wollte“ nachgetreten – doch zur Frage nach der Motivation gehört auch die Gegenthese „Er/sie würde ja, wenn er/sie nur könnte. Was blockiert ihn/sie gerade?“
Wichtiger als die Konzentration auf den „mangelnden Willen“ ist der Blick auf Fähigkeiten, Überforderung oder Ängste. Insofern ist die Antwort „Er würde ja, wenn er nur könnte. Was blockiert ihn gerade?“ gerechtfertigt. Oder auch:
„Wollen allein reicht nicht, wenn der Weg zum Ziel als unüberwindbare Mauer, als dichte Hecke oder als feindliches Gelände ohne richtige Landkarte erscheint.“
Dass Motivation ohne die richtige Orientierung, Werkzeuge oder Bedingungen nutzlos ist, zeigt, wohin die Reise führen muss, nämlich zur Verbesserung der Verhältnisse.
Zu erkennen, dass die Angst vorm Scheitern hemmend und blockierend wie ein Teufelskreis wirken kann, kann ein Anfang sein.
Heidelbeer-Eis de Luxe, Eigenproduktion

In der Küche ist vieles möglich – sogar selbstgestaltetes Delikatess-Eis. Das kann so toll sein, wie es will – es riecht nach Arbeit, und so gewinnst Du damit keine Nachahmer und keinen Blumentopf!
Die Magischen Drei.
Symbolisch ausgedrückt, geht es beim (Wieder)-Anfang um drei wesentliche Punkte pro Tag, nämlich um drei sinnvolle Mahlzeiten. Die sollen eigentlich intuitiv gestaltet werden, man kann sich auch inspirieren lassen. aber nicht von der hochkalorischen Fertig-Kost, die überall im Angebot ist. Fertig-Fleischsalat führt bei mir zu Sodbrennen. Beim Kochen und Tischdecken könnte das Motto „Learning by doing“ lauten und: Irgendwie streben wir doch Alle je besonderen Idealen nach, bis hin zur Darstellung dessen, was wir herstellen:
Auf die Idee, zum Lachs mit Bratkartoffeln ein Fenchel-Paprika-Gemüse zu machen, war ich bei der Kühlschrank-Inspektion gekommen, weil Fenchel und Paprika vorhanden waren und verarbeitet werden mussten. „Trocken“ war da nichts, die Butter auf dem Gemüse war längst geschmolzen.
Das Ziel der Mahlzeit kann man als „#natürlichgeniessen“ so zusammenfassen:
Der Mix macht’s:
- Fette liefern Energie und essentielle Fettsäuren und ermöglichen die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.
- Vitamine und Mineralstoffe werden für Stoffwechsel, Nerven, Immunsystem, Knochen und viele weitere Körperfunktionen gebraucht.
- Protein liefert wichtige Baustoffe für Muskeln, Enzyme und andere Körperstrukturen – kann all diese Aufgaben aber nicht ersetzen. Man braucht ungefähr 1 Gramm pro Kilo Körpergewicht pro Tag. Bei viel körperlicher Anstrengung braucht man noch mehr.
- Ballaststoffe sind Schalen, Fasern und Häutchen von Pflanzen. Unsere Darmbakterien lieben das!
=> Kurz gesagt: Protein ist ein wichtiger Baustein unseres Körpers – aber aus einem einzigen Baustein kann man kein Haus bauer.
(Professor Grönemeyer)
Die Kohlenhydrate haben in dem Bild vom Hausbau keine tragende Rolle, sondern wirken als „Treibstoff“ und als Energiereserve (die wir ja abtragen müssen).
Als „Baustein für das Projekt Nahrung, mit der man Gewicht loswerden kann“ würde ich lieber die komplette Mahlzeit interpretieren, wenn der Vergleich auch so oder so hinkt.
Bei der Gelegenheit noch eine Ergänzung zur „magischen Zahl Drei“: Drei Geheimzutaten zum Kartoffelbrei nannte ein Leser in einem Food-Forum:
– Butter
– Butter
– Butter 😉
Da klingeln die Alarmglocken, und wir sehen, es gibt wenig Raum für Sorglosigkeit, wenn man abnehmen will – deshalb ist ja auch sinnvoll, sich strikt auf drei Mahlzeiten zu beschränken, denn „wenn ich nicht esse, muss ich mir auch keine Gedanken ums Essen machen“.
Getoastetes Fladenbrot mit Avocado oder mit grüner Käutersauce plus rohe rote Zwiebel sollte auch mal reichen. #Geheimtipp: „Grüne Sauce“ mit Spirulina färben.
Nudelpfanne Ende Oktober
In der Pfanne rote Zwiebel (in Ringe geschnitten), Champignons, Pastinakenscheiben anbraten.
Für die Sauce gegarte Süsskartoffel mit Sambal Olek und Gemüsebrühe püriert und mit Mehl angedickt. Deko = Basilikum
Märchenhaft: Die Küche als zentraler Ort der Handlung, wobei die Suppe zentrales Thema ist:
Warum die Suppe, wie sie Allerleirauh kochte, dem König plötzlich viel besser schmeckte als die des eigentlichen Kochs, können wir uns ja denken. Es lag weder am goldenen Ring noch am goldenen goldene Spinnrädchen, und auch die goldene Haspel wird sich geschmacksneutral verhalten haben. Dass aber ungezählte Kochbücher im Untertitel ein „mit Liebe gekocht“ anführen, deutet wohl in die richtige Richtung.
Im „heutigen Drehbuch“ wird sogar ein Shakespeare-Drama zitiert und Allerleirauh und Jakob sprechen Verse aus „Die lustigen Weiber von Windsor“. Hier heißt es romantisch:
„Wie Schatten flieht die Lieb’, indem man sie verfolgt. Sie folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der ihr folgt.“
Damit gehört die Liebe zu den „magischen“ Ur-Kreisläufen, die sich unserem Willen entziehen, wenn auch die Technokraten selbst der Zeit ihren Stempel aufdrücken:
Weil hier der #Fasten-Spaziergang nicht unerwähnt bleiben sollte, bietet sich die Erwähnung eines möglichen Mondschein-Fastenspaziergangs an. Bei entsprechender Nachfrage lassen wir uns hierzu noch etwas einfallen, vielleicht in Kombination mit einem „Waldbaden“?
Diese Dreieckige Nudeltasche ermöglicht wegen ihrer Form eine rationelle, effiziente Herstellung: sie hat nur zwei „Nähte“, die es nach der Befüllung, hier gemischter Bratfisch, zu verschließen gilt. Die Süßkartoffel-Creme Fraiche-Sauce mit Safran rundet den Geschmack und letztlich das Bild ab.
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