Eine
typische Situation? Wohl nicht, aber oft genug wird aus Spiel Ernst,
und das Vergnügen am Sport wird zweifelhaft. Der Durchbruch des
Kampfgeistes offenbart hier, welche Aggression sich hinter der lauteren
Fassade verbergen kann. Der Killerinstinkt kann jederzeit zu Tage kommen.
So ganz geheuer
können solche Amazonen auch nicht sein; warum und wozu sich hier
etliche Fans - das sind meist passive Sportler, Zuschauer, Konsumenten
- finden, wäre eine separate Frage.
In einer auf Konkurrenz basierenden Gesellschaft - und welche basierte
auf etwas anderem?- benehmen sie sich freiwillig konform.
Dass der "Sportsgeist" eine mühsame Erwerbung ist, die
auch mal versagen kann, besagt aber nicht, dass wir uns nicht darum
bemühen sollten, weil es sich sowieso nur um eine Fassade handelt.
Dass es nicht um das Gewinnen, sondern um das Dabeisein geht, kann man
kaum noch glauben.
Für eher unsportliche Naturen empfiehlt es sich jedenfalls nicht,
ständig mit anderen um die Wette zu sporteln.
Aber es gibt ja noch Alternativen. Spielerische Elemente, oder bewusster
Ausbau der Ausdauer und Beweglichkeit zum Beispiel.
Eine uns nur allzu bekannte Regel gilt übrigens auch beim Sport:
Der Appetit kommt beim Essen.
Man muss nur damit anfangen. Und denke keiner vor dem Sport,
er habe jetzt genug davon.
P.S.: Es könnte doch mal jemand definieren, was ein richtiger
Sportler ist.
Es wird ja oft angenommen, Dicke könnten sich gar nicht
als wirkliche Sportler fühlen; mit diesem Vorurteil haben
sie ja ein gebrochenes Verhältnis zum Sport.
Wenn Sport aber mal nichts mit Konkurrenz zu tun hat, mit Leistungsvergleichen,
bei denen niemand der ewige Looser sein will, sieht die Sache
schon besser aus. Wer Übergewicht hat, wird auf Tennis wohl
verzichten, und sich etwas gelenkschonenderes aussuchen.
Richtige Sportler machen bestimmt nicht wegen des Abnehmens ihren
Sport, sondern wegen der Herausforderung, um an die Grenzen zu
kommen.
Die erreichen WIR ja (zum Glück?) schnell. Vielleicht fängt
damit ja der "richtige Sport" an?
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