Noch eine Assoziation zum "Diätziel"
Das persönliche Ziel zu erreichen: verschiedene
Vorstellungen ranken sich um das Bild.
Zum Beispiel: Ins Schwarze zu treffen.

Die Voraussetzung ist bekannt: Zielen. Werfen. Treffen. Ein netter Dreischritt.
Üben ist nicht verboten. Wer treffen will, muss auch werfen. Sollte
Zielen.
Man kann und muss ja nicht immer ins Schwarze treffen. Der Pfeil
ist im Ziel, oder hat es verfehlt, ist aber nicht mehr unterwegs.
Also können wir die Vorstellung von Diät als einmaligem,
"großem Wurf" auch schon wieder vergessen. Die Zielscheibe
ist so zweidimensional wie die Anzeige der Waage; im Leben geht es jedoch
mehrdimensional zu, wir dürfen den Verlauf der Zeit nicht vergessen,
und so ist es zu kurz gedacht, eine Kilozahl als Diätziel anzugeben.
Wenn ich mich wohlfühle, brauche ich nicht mehr das Wohlfühlgewicht
als Ziel. Wenn ich ein Wohlfühlgewicht anstrebe, oder ein Idealgewicht,
muss ich mich von der Fixierung auf eine Zahl lösen.
Bei einer Ernährungsberatung werden bestimmte Werte abgefragt:
Gewicht, BMI, Fettanteil, Muskelmasse - und Ziele hinsichtlich Gewicht,
BMI, Fettanteil, Muskelmasse festgelegt. Die sollen dann durch veränderte
Ernährung erreicht werden.
Glück, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Schwung/Elan, "Gelassenheit",
Lebensfreude, Qualität der Sozialkontakte, das Mass der Selbstverwirklichung
und vieles mehr jedoch werden nicht abgefragt.
Das wäre auch zuviel verlangt. Der Volltreffer beim Lottoglück
dürfte vom Zufall abhängen und wenig mit persönlichem
Engagement zu tun haben.
Die Frage, welches Lebensziel man denn hat, kann Erstaunen, Verblüffung
oder ein Lächeln auslösen. Die Antwort wird selten "einfach"
ausfallen.
Aber wer hätte keinen Lebensentwurf? Und wer trifft in dieser Hinsicht
schon ins Schwarze?
Optimismus - Knoten gelöst
aus einer e-mail (09/2006):
"..., dass das Leben ohne Übergewicht, bzw. mit nur
leichtem Übergewicht so viel einfacher, schöner, offener,
leichter ist !
In diesem Sommer hätte ich auf der Straße tanzen mögen!.
Nach Jahren voll Leid und ständiger Kritik ("das ist doch Sucht")
klappt es plötzlich. Es ist einfach nur wunderwunderschön! Selbst die
Busfahrer flirten mit mir (oder ich mit ihnen). Ich habe noch nicht
mal Normalgewicht, und fühle mich total beschwingt.
Ich bin immer noch übergewichtig, und werde weiter abnehmen. Unter mein
rechnerisches Normalgewicht werde ich kaum kommen, denn dazu müsste
ich mich quälen, und dazu habe ich kein Talent und keine Lust.
Ich merke, dass es mir stimmungsmässig besser geht, seit ich regelmässig
esse und nicht mehr diese Binge-Eating-Peaks habe. Die hatte ich sonst
ein-, zweimal die Woche, außer dem täglichen Zuviel. Seit diese
Spitzen weg sind, geht es mir viel besser. Es gibt dadurch einfach dieses
"gestern war's scheisse"-Denken nicht. Auch an Arbeitstagen kompensiere
ich nicht mehr mit Essen. Und wenn doch, erlaube ich mir die konkrete
Ausnahme - und kann dann auch rechtzeitig wieder stoppen. Das Essen
gehört mir endlich wieder."
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